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Just Pretend (CD)

Auf der
vorliegenden CD befindet sich die 10.15 PM Show vom 13. Dezember 1975, recorded
live im Las Vegas Hilton Hotel. Es ist die erste Veröffentlichung vom Fort
Baxter Label und man kann sagen, dass sie sich die beste Show ausgesucht haben,
um ein neues Label ins Leben zu rufen, aber lest selbst:

Die CD
beginnt sofort mit See See Rider. Der Show Opener Also Sprach Zarathustra wurde
anscheinend nicht aufgenommen, doch das ist nicht weiter tragisch, denn allein
diese kraftvoll vorgetragene Version von See See Rider lässt den Hörer gleich
vergessen, dass der eigentlich Opener fehlt. Schon der erste Song ist ein Fest für
die Ohren. Weiter geht es mit I Got A Woman / Amen. Nichts besonderes, zwar schön
vorgetragen, aber nicht weiter erwähnenswert. Danach folgt Love Me. Auch wieder
nichts besonderes. Bisher ist die Show eher 'langweilig', doch das ändert sich
mit dem nächsten Song.
Trying To Get To You war seid '74 im Programm. Also noch nicht so 'totgedudelt'
wie einige andere Songs. An diesem Abend ist es eine schöne, kraftvolle Version,
die Band, das Orchester alles passt perfekt. Elvis schreit teilweise regelrecht
die Worte heraus, was auch super zu dem Song passt. Es folg And I Love You So.
Auch wieder wunderschön vorgetragen, mit wahnsinnig viel Gefühl. Einfach nur
perfekt. Je langweiliger die Show am Anfang zu sein schien, desto schöner und
aufregender ist sie jetzt! Elvis singt mit fester Stimme, sehr gefühvoll!
Nach zwei absolut perfekt vorgetragenen Songs folgt wieder ein kleiner
Oldieblock. Er beginnt mit All Shook Up. Nichts besonderes, einfach nur schnell
gesungen ohne Gefühl, nur, damit die Fans zufriedengestellt sind. Sofort darauf
folgt das Medley Teddy Bear / Don't Be cruel. Das selbe wie bei All Shook
Up,
doch bei Don't Be Cruel unterhält er sich ziemlich am Ende des Songs mit ein
paar Fans.
Die Band beginnt mit You Gave Me A Mountain, doch Elvis stoppt sie, weil er noch
etwas über seinen Vater erzählen möchte. Ebenfalls singt er die erste Zeile
von Welcome To My World. Nach diesem kurzen Monolog beginnt er mit You gave me a
mountain. Ich wiederhole mich wahrscheinlich, aber was soll ich machen? Wieder
mal ein sehr gefühlvoll vorgetragener Song mit sehr viel Power. Eine meiner
Lieblingsversionen und sie ist keinesfalls schlechter als jene von 1972/73.
Nach diesem Feuerwerk für die Ohren folgt ein Wunsch von Mr. and Mrs. Tompson.
Elvis singt für sie Help Me Make It Though The Night. Wieder mal die beste
Version dieses Songs, die ich kenne! Die CD ist das Geld, was sie kostet Wert, zu
hundert prozent! Allein der vordere Teil der Show! Eine schmutzige und mit viel
Power vorgetragene Version von dem Dauerbrenner Polk Salad Annie folgt! Ich hab
selten eine besser gehört! Einfach nur super!
Elvis ist völlig aus der Puste und muss erstmal Luft schnappen, also kommen
jetzt die Intros. James spielt Johnny B. Goode und das Joe Guerico Orchestra
spielt Hail Hail Rock'n'Roll. Bei den beiden zuletzt genannten Songs klingt
Elvis´ Gesang immer so, als wäre Off-Mic. Eigentlich schade, es wären bestimmt
schöne, rockige Versionen geworden. Die Band und das Orchester geben alles was
sie haben, die ganze Show ist voller Power.
Nun folgt der Song von dem die CD ihren Titel erhalten hat. Just Pretend ist
sehr selten in 1975 Live On Stage performt worden. Deshalb ein kleines Juwel!
Eine erstklassige, gefühlvolle Version von einem Song, der leider nur 1970 regelmäßig
im Programm war. Viel zu Schade für diesen grandiosen Song! Es folgt ein weiterer
Wunsch, ein Gospel: How Great Thou Art. Besser als die Versionen von 1977! Aber
keineswegs schlechter als die von 1971/72. Ein super Song!
Es folgt Riesenerfolg von 1972: Burning Love. Dieser erstklassige Rocksong war
1975 immer mal wieder im Programm. Rockig vorgetragen, besser als 1972. Einfach
nur super! Elvis ist mit Leid und Seele dabei, es scheint im richtig Spaß zu
machen. Alle legen sich ins Zeug, es ist einfach perfekt!
Hound Dog ist der nächste Song, wieder ein Oldie. Schnell, lustlos, und
nicht weiter erwähnenswert. Er singt gar nicht richtig sonder nuschelt richtig.
Er ist froh als der Song vorbei ist.
Es folg ein Wunsch aus dem Publikum, aber leider singt er nur die erste Strophe
von Welcome To My World. Der traurigste Song, den Elvis jemals im Programm
hatte: Softly As I Leave You. Er sagt zu Beginn: "Now this song, Ladies
and Gentleman, we would like to do is a..... a song we've been doing a lot here
and it's a true story and I like to share the story with you. The song is been
around for a long time but there's a story behind it, I like to share with you...."
Dann folgt der typische Text, den er jedesmal erzählt, bevor er mit dem Song
beginnt.
Der nächste Song ist America. Eine der ersten Versionen von diesem Song, denn
Elvis sang diesen Song hauptsächlich im Jahr 1976, um dort den 200. Geburtstag
von America zu feiern! Also ist diese Version auch in gewissem Sinne ein kleines
Juwel.
Es geht weiter mit einem kleinen Oldieblock. Elvis singt It's Now Or Never, his
biggest selling record. Normalerweise ist es so, dass Sherill Nielsen O sole mio
singt, bevor Elvis mit It's now or never beginnt, doch an diesem Abend ist es
umgekehrt. Erst singt Elvis It's Now Or Never und danach singt Er - nicht
Sherill - O Sole Mio! Eine kleine Sensation! Auch wenn der Vortrag von O
Sole Mio nicht perfekt war, er hat sich Mühe gegeben und bot seinen Fans eine
besondere Version! Weiter geht diese atemberaubende Show mit Little Darlin'. Schön
vorgetragen, nicht wie die ganzen Versionen von 1976 bzw. 77. Mit fester Stimme
und gutem Klang! Ich hab selten eine so 'nette' Version gehört. Der Hammer ist
der gesprochene Teil, man hört eine Frau schreien, die anscheinend ebenfalls
hin und weg ist.
Es folgt Little Sister. Ein Song, der in dieser Zeit meines Wissens nach nicht
oft im Programm war. Das Schlagzeug 'rollt' kraftvoll während des ganzen Songs.
Einfach nur Genuss pur. Leider geht diese Show viel zu früh zu Ende. Er schließt
die Show, wie auch jede andere mit Can't Help Falling In Love. Er gibt nochmal
alles. Eine kraftvolle Version, nicht so lustlos gesungen wie viele andere. Die
gesamte Band und das gesamte Orchester legen sich nochmal richtig ins Zeug und
am Schluss haut Ronnie Tutt nochmal richtig auf seine Drums ein und beendet
diese wunderbare und einzigartige Show!
Fabian Kühn (Athilla)
05/2005
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