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The
Interview Tapes
aus Graceland Nr. 32 von 1984
Übersetzung: Birgit Schulte
Das folgenden Interviews vermitteln einen faszinierenden Einblick in die
Gefühle und Gedanken von Elvis. Sie wurden vom Autor für einen Freund
gemacht, der sie als Programm für eine College Communications Class
auswählte. Während dieser Interviews, die vom November 1976 bis Juni 1977
stattfanden, hatte Elvis die Möglichkeit, weit mehr mitzuteilen, als dies
bei Interviews mit Reportern, die er nicht kannte, der Fall gewesen wäre;
er beantwortete jede Frage aufmerksam und ehrlich und zeigt so seine
eigene Weltanschauung.
Frage: Du weißt, Elvis, daß dieses Interview später gehört werden wird.
Falls Du etwas noch einmal hören möchtest, werde ich es Dir nochmals
vorspielen. Dieses Interview ist für Marc, seine Klasse und einige enge
Freunde bestimmt. In Ordnung?
Elvis: Oh, ich vertraue Dir.
Frage: Wirklich?
Elvis: Nun...
Frage: In Ordnung. Ich werde meine Fragen stellen, als wenn es sich um ein
Interview handeln würde, und Du kannst sie beantworten, wie Du möchtest.
OK?
Elvis: Ich bin einverstanden. Was möchtest Du wissen? Zuerst einmal....
ich schlafe nicht im Stehen und... ich benutze die Zahnpasta, die gerade
im Hotel ist und... ich schlafe immer allein... (Er lacht.)
Frage: Nun, ok. Lass uns jetzt ernst sein.
Elvis: In Ordnung... in Ordnung. Wir sind nicht zum Spaß hier.
F: Ok, Elvis.
Elvis: Jaaa...
F: Wann wurde es Dir zum ersten Mal bewusst, daß Du die Fähigkeit hattest,
ein großer Star der Musikszene zu werden?
Elvis: Als ich erkannte, daß meine Auftritte bezahlt wurden.
F: Könntest Du dies etwas näher erklären?
Elvis: Nun... dies ist eine ernstgemeinte Frage, nicht wahr?
F: Ja.
Elvis: Nun, ok. Nun, als ich... zum ersten Mal daran dachte, ein
Entertainer zu werden... nun, ich glaube, mein ganzes Leben lang, aber ich
habe mir nie etwas in dieser Richtung erträumen können. Ich glaube, zum
allersten Mal, als ich erkannte, dass es sich um ein Geschäft handelte.
Als ich meine erste Platte aufnahm, es war "My Happiness" und "That's When
Your Heartaches Beginn".... Ich nahm diese Titel auf... ein Jahr später
meldete man sich wieder bei mir, um herauszufinden, was wir weiter machen
können. Aber in der Zwischenzeit versuchte ich... ich spielte mit
Freunden. Ich glaube, dass ich damals dachte.... damals erkannte ich, dass
ich eine Zukunft haben könnte... Ich bin immer jemand gewesen, der... ich
neige dazu, die Dinge negativ zu sehen... und ich habe nie wirklich
gedacht, daß ich es schaffen würde, und... gelegentlich... mache ich mir
heute noch darüber Sorgen.
F: Wie kamen die ersten Tourneen und damit verbundene Dinge zustande,
nachdem Deine Platten erste Erfolge hatten? Hattest Du einen persönlichen
Manager vor Col. Parker's Zeit?
Elvis: Ah, ... da war ein Typ, Bob Neal, der mir half... er... er war
nicht mein erster Manager... er hatte eine Art Vertrag, war mir einfach
behilflich... in der Art... er war Disc Jockey, erhielt 10% und zwar nur
dann, wenn ich ihn darum bat. Wir haben ihn wirklich nicht sehr oft in
Anspruch genommen. Wir organisierten viele Tourneen selbst und traten
einfach überall dort auf, wo ein Fest oder eine Veranstaltung waren. Wir
fuhren einfach los und machten einen Vertrag. Wir verbrachten viel Zeit
unterwegs, oft haben wir unser Geld für Hamburger aufgeteilt. Da wir kein
Geld für Hotelübernachtungen hatten, schliefen wir oft in den Autos. Sehr,
sehr oft fuhren wir die ganze Nacht lang bis zu dem Ort, an dem der
Auftritt stattfand. Wir machten überhauptnicht halt, wir hatten schlechte
Fahrzeuge... Manchmal verdienten wir so wenig, dass alles für die Autos
draufging, mit denen wir zum nächsten Auftritt fahren mussten. Sehr oft
hatten wir gar keine Autos und fuhren per Anhalter. Oder wir hatten eine
Panne, und wenn wir Glück hatten, bekamen wir per telegrafischer
Überweisung Geld, um mit dem Bus zu fahren. Es war... es war eine harte
Zeit, wir verbrauchten viel Energie... und machmal dachte ich, es wäre
besser aufzuhören und wieder Elektriker zu sein. Mein Daddy sagte, er
hätte nie einen Gitarristen getroffen, er etwas getaugt hätte, und
manchmal glaubte ich, daß er recht hatte. Ich dachte... er sagte mir, ein
solider Beruf wäre... aber ich liebte das Publikum... die Leute...
Applaus... ich liebte das.
F: Waren Deine Eltern mit dem, was du tatest, einverstanden?
Elvis: Nein... das waren sie nicht. Meine Mutter besonders nicht, weil ich
nicht zu Hause war, und sie hatte große Pläne für mich. Sie... sie wollte,
daß ich Gospels singen sollte und... tatsächlich war das meine Absicht...
eigentlich hatte ich Mitglied einer Gospel-Gruppe werden wollen... ich
glaube, irgendwie wollte ich immer singen... etwas, irgendwo. Singen
war... ist, was meine Pläne angeht, der wichtigste Punkt... aber was
Rock'n Roll betrifft... sie waren nicht einverstanden, und meine Mutter
sorgte sich ständig, daß ich nicht auf mich aufpassen würde... und sie war
dagegen, weil ich so oft von zuhause fort war.
F: Nun, ich glaube, das trifft auf die meisten Eltern zu. Aber ich frage
mich, ob Deine Eltern zu Beginn Deiner Karriere, als Hektik und wilde
Menschenmassen zum täglichen Bild gehörten, anwesend waren und inwiefern
dies ihre Meinung beeinflußte.
Elvis: ...Yeah. Meine Mutter war einige Male dabei, als wir
Schwierigkeiten hatten, von der Bühne zu kommen. Sie sah die Mädchen, die
über mich herfielen und versuchten meine Kleidung zu zerreißen, und die
Jungen, die mich bedrohten und sie... sie war sehr aufgeregt. Ich sagte
ihr... nun Mutter, wenn Du es nicht ertragen kannst... es wird auch weiter
so sein... hoffe ich. Solange es so bleibt und ich dabei Geld verdiene,
und solange sie mich mögen, ändert sich nichts. Und mir machte es nichts
aus, daß sie mich verfolgten und meine Kleidung zerrissen, weil ich wußte,
daß sie mich mochten. Solange dies der Fall war, würden sie meine Platten
kaufen und meine Karriere würde steil ansteigen. Und ich sagte ihr...
Mutter, Du solltest lieber nicht kommen, wenn es Dich stört. Sie kam also
nicht mehr, was nicht schlimm war, und Daddy - er war auch aufgeregt -
aber er verstand, daß es so sein mußte und... sie beklagte sich nicht
mehr... es waren wilde Zeiten für uns... ich sage Dir... es waren wilde
Zeiten.
F: Elvis, würdest Du erzählen, was Du ganz zu Anfang bei den ersten
Auftritten vor einem großen Publikum empfunden hast. Möchtest Du jetzt
darüber sprechen, wir können es aber auch verschieben. (Er schien
erschöpft und müde zu sein.)
Elvis: Yeah...
ich bin hier, um darüber zu sprechen... es geht mir gut... Ich lege mich
jetzt hin... bin etwas müde.
F: Nun, wenn du möchtest, werden wir dann fortfahren. Erzähle nur so, wie
Du es möchtst, Elvis. In Ordnung?
Elvis: Yeah, in Ordnung. Die erste Person, die glaubte, daß ich wirklich
talentiert war, war eine Dame... nun, das ist eine andere Geschichte...
(Er lacht.) Es war Sam Phillips von Sun Records... wo ich meine ersten
Platten... in Memphis aufnahm, der mich für talentiert hielt. Man suchte
nach einem besonderen Sound, und es stellte sich heraus, daß ich ihn
hatte... Sie suchten einen Weißen, der wie ein Schwarzer Titel
inerpretieren konnte, und es schien alles zu stimmen. Bei meinem ersten
Auftritt war ich sehr aufgeregt. Ich wußte, daß ich es schaffen würde,
doch ich war entsetzt... Ich verstand nicht, warum die Ledute schrien...
es erschreckte mich... ich glaubte, sie würden mich nicht mögen... Hinter
der Bühne fragte ich: "Was habe ich getan? Er sagte: "Ich weiß es nicht,
aber geh einfach raus und mach es nochmal." Ich fragte, "warum schreien
sie?" Er antwortete: "Du wackelst mit den Hüften." Also ging ich wieder
auf die Bühne, und das Publikum war begeistert... ich blieb dabei. Ich war
sehr aufgeregt und das Hüftenwackeln eine der Musik und Nervosität
entsprechende Bewegung... Ich wußte nicht, was ich tat. Ich kann nicht
ruhig bleiben, auch heute nicht, sonst kann ich nicht richtig singen.
Es war einfach eine natürliche Bewegung zum Rhythmus, und ich habe es nie
als etwas Schmutziges gesehen... es war alles nur eine Reaktion auf die
Musik... den Beat.
Ganz zu Anfang meiner Karriere, als ich zusammen mit Scotty Moore, Bill
Black und einigen anderen spielte... und andere Künstler gemeinsam mit uns
auftraten, traf ich Col. Parker, der damals Küken verkaufte... (Er lacht).
Er übernahm die Organisation der Tourneen, das Management, und er baute
uns sozusagen auf. In einer kleinen Stadt gab es in der Stadtmitte eine
Bühne, eine große Bühne, Country-Sänger und stadtbekannte Sänger traten
dort auf... und dann kamen wir. Wir haben die "Sonntagsvorstellung", ich
sang "Lawdy Miss Clawdy" und "Good Rockin' Tonight", gerade erschienene
Titel, einer davon war recht erfolgreich, und ein paar andere Songs. Die
Leute schrien wie wild, und die Bühne hatte sich eine große Menschenmenge
versammelt... die ganze Stadt war da... Babys weinten... Hunde bellten...
eine Gruppe Mädchen hatte sich vor der Bühne versammelt, sie flippten aus.
Wir beobachteten sie, wie sie versuchten, auf die Bühne zu klettern,
während meine Show wie gewohnt lief... ich versuchte, sie davon
abzuhalten, auf die Bühne zu klettern, indem ich sie mit dem Fuß stieß.
Ziemlich bald wurde es jedoch so schlimm, daß ich Angst bekam. Ich befand
mich genau vor dem Schlagzeug, war praktisch "auf dem Schlagzeug".
Es wurde unmöglich, weiter zu singen, also verließ ich die Bühne. Die
ganze Zeit über rissen die Mädchen an meinem Hemd, meiner Kleidung, und
Tom Col. Parker, ließ mich durch ein paar Freunde in einen Raum hinter
einen Laden bringen, einen Drugstore mit angrenzender Tankstelle, wie sie
in kleinen Städten häufig sind. Dort befand sich eine Frau, die auch
ausflippte! Sie zerrte an meiner Kleidung, faßte in mein Hemd und an
meiner Hose entlang. Es war schrecklich, bis ich sie endlich los wurde.
Später kam heraus, daß Col. Parker, diese Mädchen ursprünglich für ihr
Schreien bezahlt hatte, es stellte sich heraus, daß dies nicht nötig
gewesen wäre, da sie es auch so getan hätten... und diese Frau im
Drugstore... dort... er hatte sie dafür bezahlt, daß... doch sie hätte es
ohnehin getan... sie hatte mich vorher gesehen, doch nicht in einer Show,
und als sie die Show sah und mich so nah... nun, ich weiß nicht, sie
schiem mich vergewaltigen zu wollen. (Er lacht).
Es war eine verdammt wilde Zeit. Wir wußten nicht, daß Tom, Col. Parker,
das Publikum für etwas bestach, er gab den jungen Mädchen, die dort
herumlungerten, 2 oder 3 Dollar, damit sie schrien, fand aber gleich
heraus, daß sie ohne Bezahlung genauso geschrien hätten... und mehr.
Manchmal glaubte ich, daß wir nicht mehr von der Bühne kommen würden. Ein-
oder zwei Mal wurde ich wegen einer Verletzung ins Krankenhaus gebracht
und weil man mich umgerannt hatte. Nicht nur ich... alle bei mir...
Mensch, es war eine wilde Zeit.
F: War dieser Enthusiasmus bei den anderen Sängern in gleichem Programm
auch festzustellen oder reagierte man so nur auf Dich?
Elvis: Nein.. das war nicht so. Beim ersten Auftritt waren sie
aufgeregt... aber wenn ich dann auf die Bühne kam... Die Aufregung ging
dann in meinen Auftritt über und die Mädchen verloren die Beherrschung...
Sie waren wild... zogen ihre Kleidung aus... Ich werde eine Nacht nie
vergessen! Nein, es war nicht nachts, sondern am Tag, mittags. Ein Mädchen
vor der Bühne flippte aus... Sie sprang auf die Bühne... versetzte mir
einen Schlag auf den Rücken. Sie war größer als ich, trug einen weiten
Rock... sie saß rittlings auf mir... Ich konnte nicht aufstehen, und
sie... Mein Drummer und mein Gitarrist rissen sie von mir los... und
beförderten sie von der Bühne... ich versuchte aufzustehen... kann nicht
aufstehen, ich bin naß. Meine Hose war vorn naß... sie hatte mich
naßgemacht... ich konnte nicht weiter singen, der Menge nicht mehr
gegenübertreten. Ich war verlegen. Es war furchtbar, von der Bühne gehen
zu müsen. Ich glaube, daß niemand bemerkt hatte, was geschehen war. Sie
war noch da, als ich ging, und griff nach mir, hängte sich an mich und
umschlang meine Beine... ich hätte sie am liebsten geschlagen und nicht
mit der Wimper gezuckt. Mensch, es war schrecklich. Es waren wilde
Zeiten.... es waren ziemlich merkwürdige... wilde... Zeiten.
F: Man sagt, daß Dein Erfolg mehr oder weniger über Nacht kam. Würdest Du
dem zustimmen?
Elvis: Es war genau genommen kein Erfolg, der über Nacht kam, nein. Es
dauerte 3 Jahre. Die Leute verstehen das nicht. Es bedeutete schwere
Arbeit, Tränen und schlaflose Nächte. So war es. Ich war immer sehr
aufgeregt... ich hatte einen zu hohen Blutdruck. Auch heute noch... ich
schlafe schlecht... rege mich auf... ich wurde angefeuert und wollte so
viel... ich wußte, daß ich es schaffen konnte. Doch ich war frustriert,
weil mir alles so langsam erschien. Wenn ich heute darüber nachdenke, ging
alles schnell... blitzschnell. Mein Daddy und ich haben über all dies
gesprochen, und für uns beide ist die Zeit wie im Flug vergangen. Wenn man
an all das denkt... weiß man nicht... ich war gefühlsmäßig so eingeengt,
so voll Energie... wir verbrachten so viel Zeit unerwegs, ich fuhr sehr
selten auf den Highways. Sie konnten sich nicht darauf verlassen, daß ich
in der Stadt nicht irgendwas Verrücktes tun würde. (Er lacht.)
Sehr oft fuhren wir 200 Meilen bis zur nächsten Stadt, bauten auf,
spielten und fuhren wieder 200 Meilen bis zur nächsten Stadt. Mit so wenig
Schlaf und die ganze Zeit im Auto... war ich oft zu aufgebracht, um zu
schlafen, und in diesem Zustand war ich schwer für die anderen zu
ertragen. Ich erkenne heute, daß ich damals eine Plage war, doch darf man
nicht vergessen, daß ich ein Einzelkind war, ein sehr behütetes und
verwöhntes Einzelkind, und ich wuchs nur mit meiner Mutter und Daddy und
ein paar Cousins auf... ich war all diese Aufregung und das ständige
Fahren nicht gewöhnt. Ich war immer aufgeregt, und damals hatte ich...
hatte ich nie eine Frau gehabt... ich hatte Dixie zu Hause... aber... Col.
Parker wollte nicht, daß ich eine feste Freundin hatte... daß ich
heirate... ich durfte kein Mädchen bei mir haben... und... glaub es oder
nicht... ich... hatte nie... nie... hatte nie ... nun... hatte einfach
nicht... das ist alles. (Er lacht.) Und... ich brauchte es... (Er räuspert
sich.) ... nun, jedenfalls.. hätte es mir sehr geholfen.. wäre es sehr gut
für mich gewesen... (Er lacht.) Nun, jedenfalls zurück zur eigentlichen
Geschichte. Ich war sehr nernös und ständig überaktiv mit all diesen
aufgestauten Emotionen... (Er lacht wieder.) und ich konnte nur zum
Auftritt hinaus - Col. Parker wollte nicht, daß man mich vor dem Auftritt
sah, also gehe ich nicht raus, bevor ich auftrete, und dann hätte ich
rausgehen können... aber man hätte mich ständig verfolgt. Den Rest der
Zeit verbrachten wir auf der Straße oder im Hotelzimmer. Ich war so voll
aufgestauter Energie und zuerst voller Frustrationen, ich war eine Plage
für die anderen. Sie konnten gehen, wohin sie wollten.... hatten
Verabredungen... Mädchen vor... vor mir, ich mußte ins Badezimmer gehen,
damit sie das Zimmer benutzen konnten... aber ich war doch jung... ich war
19, 20, es war verrückt, einfach verrückt. Manchmal denke ich... dies
waren die guten alten Tage, die besten Jahre.
F: Elvis, das war wirklich eine gute Geschichte. Du solltest wirklich ein
Buch darüber schreiben. Du könntest es so gut schreiben.
Elvis: Nun, ich weiß nicht, es geschahen so viele Dinge... Es ist sehr
nett von Dir, das zu sagen. Ich nehme an, wenn ich es jemandem so
darstellen würde... vielleicht könnte ich es.
F: Ich hoffe, es wird eines Tages der Fall sein, es ist eine faszinierende
Story.
Elvis: Nun, ich kann zu Dir darüber sprechen... machst Du Notizen?
F: Nun... man kann nie wissen... ich könnte...
Elvis: Wenn Du es tust, laß mich nicht zu nett erscheinen, ich bin es
nicht.
F: Du warst jung zu Beginn Deiner Karriere, Elvis, gefühlsmäßig vielleicht
jünger als Deinem Alter nach. Was glaubst Du, hatte den wichtigsten
Einfluß auf Deine spätere Laufbahn? Das größte Plus, abgesehen von Deiner
Stimme und Deinem Aussehen?
Elvis: Nun, man darf wiederum nicht vergessen, daß ich ein Einzelkind
war... ein behütetes Einzelkind, und ich tat nie etwas anderes, als mir
meine Eltern sagten. Ich stand morgens auf, und meine Mutter sagte mir,
was ich anziehen sollte, was ich tun und essen sollte, wann und wie ich
etwas tun sollte, und ob ich es richtig machte... und... immer sagte mir
in meiner Jugend jemand, wie ich mich zu verhalten hätte. Ich war es
gewöhnt, zu gehorchen... ich mußte meinen Kopf nicht benutzen, weil mir
immer jemand sagte, was zu tun war, und da ich ein bequemer "Southern Boy"
war und unreif... gern verwöhnt wurde... was ich heute noch mag... habe
ich alles akzeptiert, ohne eine Frage, weil es richtig war.
Ich war ein Einzelkind, war behütet und beschützt worden... ich keine
schmerzenden Erfahrungen, Verluste, Mißerfolge oder Enttäuschungen
hinnehmen müssen, weil Mutter und Dad immer dafür gesorgt hatten, daß
meine kleinen Träume Wirklichkeit wurden... zumindest so, daß ich
zufrieden war.
Ich hatte keine zu großen Hoffnungen oder Ideale, weil... unsere
Lebensumstände dafür nicht geeignet waren... ich wußte nicht, was man sich
erträumen konnte... damals... war mein Vorstellungsvermögen sehr gering,
und ich wollte so viel für meine Familie erreichen, hauptsächlich stellte
ich mir ein intaktes Auto und eine bessere Wohnung vor... ich war
ehrgeizig, wollte unser Leben verbessern... hätte fast alles getan.
F: Hättest Du gern Geschwister gehabt?
Elvis: Was Geschwister betrifft... ich habe sie immer vermißt, und meinen
Eltern ging es genauso... wie die meisten Leute wissen, hatte ich einen
Zwillingsbruder. Er starb bei unserer Geburt... in gewisser Weise hat er
den Weg für mich gebahnt... er wurde zuerst geboren. Zuhause sprachen wir
sehr oft über ihn, wie es gewesen wäre, wenn er leben würde. Ich war ein
Einzelkind und sehr oft einsam. Ja, ich hätte sehr gern Geschwister
gehabt. Nach dem Tod meiner Mutter heiratete mein Vater wieder... eine
Dame, die drei Söhne hatte. Sie wuchsen in meinem Haus auf, bei mir, und
obwohl ich älter war, war ich gern mit ihnen zusammen. Ich liebte sie und
bin noch heute gern mit ihnen zusammen.
F. Mit welcher Musik bist Du aufgewachsen?
Elvis: Meine Lieblingsmusik in den 40er Jahren war Country Music... Rock
and Roll... nun, nicht Rock and Roll... aber Blues und Gospel... Grand Ol'
Opry war mein Lieblingsprogramm. Mit 19 trat ich zum ersten Mal auf...
meine ersten öffentlichen Auftritte waren in der Kirche, in der Schule...
hauptsächlich bei Freunden. Wir nahmen an vielen Versammlungen in der
Kirch teil, was mir gefiel... das Singen. Ich liebe Gospel, auch neute
noch. Dann Country-Veranstaltungen... wo immer sie stattfanden.
F: Welches Auto fuhrst Du damals, Elvis?
Elvis: Wir fuhren einen alten Lincoln, später hatten wir einen Caddy, der
aber unterwegs verbrannte. Ich habe noch immer Kontakt mit den Jungen von
damals... ich höre ab und zu von ihnen. Ich habe im ganzen Land viele
Freunde, mit denen ich sprechen kann... einige in Los Angeles, viele in
Memphis... ich spreche grn mit ihnen über aktuelle Dinge. Denn schließlich
ist mein Leben so... einfach wie ein "Goldfischglas", in vielen Dingen oft
so eingeschränkt... daß, wenn ich mich nicht mit den Leuten unterhalten
könnte... ich wüßte nicht, was geschieht... wenn nicht Fernsehen, Radio
oder Zeitungen wären... ich würde es nicht mitbekommen... und ich brauche
wirklich Freunde, die mich informieren.
F: v, wie würde für Dich ein schlechter Tag aussehen... welche Ereignisse
würden zu einer schlechten Stimmung führen? Und was würdest Du dagegen
tun?
Elvis: Ich kann wirklich nicht erklären... ein schlechter Tag...
Normalerweise läßt man mich allein. Ich beruhige mich, und es ist OK....
jeder neigt dazu, im Ärger verletztende Dinge zu sagen, also versuche ich
allein zu sein, und man läßt mich in Ruhe. Wenigstens im allgemeinen.
F: Es gibt Gerüchte, daß Du beabsichtigst, Dich zurückzuziehen. Erscheint
dies in nächster Zukunft wahrscheinlich?
Elvis: Ich habe nicht die Absicht, mich zurückzuziehen. Ich wüßte nicht,
was ich tun würde... ich glaube, das würde ich nicht ertragen. Ich liebe
es, unterwegs zu sein. Menschen zu treffen, für sie aufzutreten...
F: Sind alle Leute in Deiner Nähe Deine Angestellten oder einfach Deine
Freunde... worin besteht ihre Aufgabe?
Elvis: Sie haben alle spezielle Aufgaben, sie sind dafür eingestellt
worden, diese Aufgaben zu erfüllen. Ich brauche sie. Wir sind ein Team.
F: Gerüchte besagen, daß Du einen neuen Manager suchst und daß Col. Parker
daran denkt, ein neues Talent aufzubauen.
Elvis: Col. Parker ist immer mein Manger gewesen... er wird es immer
bleiben. Ich schätze ihn. Er hat mich richtig geführt... ohne ihn hätte
ich es nicht geschafft. Ich habe nicht die Absicht, etwas daran zu ändern.
F: Was die Leute in Deiner Nähe betrifft... Elvis, es sind viele junge,
starke Männer bei Dir.. sind sie wirklich bei den Shows notwendig?
Elvis: Um die Leute beim Versuch auf die Bühne zu klettern vor
Verletzungen zu schützen, wird Sicherheitspersonal benötigt. Die Bühnen
sind hoch, und oft hat man versucht, mich von der Bühne zu ziehen. Also
benötige ich Sicherheit... ich sorge mich um das Publikum in den ersten
Reihen... besonders um die kleinen Kinder. Ich befürchte, jemand könnte
sich verletzen. Meine Leute haben nach besten Kräften dafür zu sorgen, daß
dies nicht geschieht.
F: Elvis, würdest Du einen Tag in Deinem Leben schildern... in kurzer
Form... sagen wir, ein mormaler Tag im Leben von Elvis Presley auf
Tournee.
Elvis: Nun, kurzgesagt... Ich schlafe gern tagsüber und bleibe nachts auf.
So ist es fast mein ganzes Leben lang gewesen... ich arbeite nachts, weißt
Du, vergiß das nicht... (Er lacht.) Ich stehe nachmittags auf und... ich
werde nervös, wenn ich an die Show denke... Wie jeder andere dusche ich,
putze meine Zähne, esse, lese... ich lese viel, sehe oft fern... ich sehe
gern fern... Werbefernsehen... alles... besonders "Wild-Wild West" und
"Hawaii-Five O", "SWAT", "Charlie's Angels"? Was ist das? (Er lacht.)
"Baretta"... ich mag viele unterschiedliche Dinge... alte Filme... Ich
ziehe mich an und trete auf... nach der Show bin ich ziemlich angespannt,
ich brauche einige Stunden, um ich zu entspannen. Es gibt viele
Würdenträger, die mich treffen möchten, wenn ich in die Stadt komme...
Bürgermeister, Polizeichefs usw., manchmal kommen sie in die Suite, wenn
wir eine Party geben, und ich... versuche, so schnell wie möglich zu
verschwinden... ich spreche nicht gern mit Fremden.. ich bin schüchtern...
ich weiß, daß das komisch klingt bei mir... bei meiner Tätigkeit... aber
es ist wahr. Ich weiß nicht, was ich sagen soll... also versuche ich, in
mein Zimmer zu kommen... und dies ist eine der Aufgaben meiner Freunde,
sie sind meine Gesellschaft. Ich höre die Musik in meinem Zimmer an,
wiederhole sie in Gedanken, und manchmal singen wir bis zum Morgen. Ich
nehme manchmal Schlaftabletten... weil ich Ruhe brauche... ohne Ruhe kann
man das Tempo nicht durchhalten... ich brauche ungefähr 8 Stunden... für
eine gute Show. Ich bin gern in guter Form... genieße die Shows. Ich liebe
die Fans wirklich... und für sie zu singen. Das ist mein Leben. Dafür bin
ich hier. Ich halte es für meine Aufgabe... meine Bestimmung. Man könnte
mich 23 Stunden lang in eine Kiste sperren und mich in der 24. Stunde für
die Show herauslassen, es wäre es wert. Ich bin gern Entertainer. Ich
liebe das Gefühl, die Zusammengehörigkeit, ich liebe es einfach. Weiter
nichts... solange sie mich wollen, werde ich singen... unterhalten.
F: Wo lerntest Du Deine Frau kennen?
Elvis: Ich lernte Priscilla in Deutschland kennen. Sie war die Tochter
eines dort stationierten Offiziers, Joseph Beaulieu, und ein Freund machte
mich mit ihr bekannt, ein Journalist. Ich kannte sie einige Jahre, bevor
wir heirateten. Wir heirateten im Mai 1967 in Las Vegas. Es war einer der
besten Tage meines Lebens... und als unsere kleine Tochter, Lisa Marie,
geboren wurde, war mein Glück vollkommen. Ich könnte nie ausdrücken... ich
beherrsche die englische Sprache nicht genug, auch keine andere (Er
lacht.), um wirklich auszudrücken, was ich an jenem Tag empfand. Meine
Frau begeisterte mich... Sie ist sehr schön, und wir haben unsere Tochter.
Ich werde... Priscilla immer lieben. Sie ist meine Frau.
F: Bist Du jetzt nicht geschieden, Elvis?
Elvis: Ich sagte, sie ist meine Frau, wir haben uns getrennt, aber sie
wird immer... ich liebe sie.
F: Was führte zur Scheidung?
Elvis: Es ist schwer zu sagen... sie war so oft allein... sie war jung...
es ist meine Karriere, mein Fehler. Ich ließ sie zu oft allein...
F: Glaubst Du, daß Du jemals wieder heiraten wirst?
Elvis: Ich hätte gern mehr Kinder... ich liebe sie... in meiner Nähe...
aber es ist nicht fair, meine Karriere beansprucht mich sehr. Ich könnte
keiner Frau dieses Leben zumuten, es wäre nicht fair. Außerdem mag ich
alle Mädchen. (Er lacht.)
F: Was waren Deine Gefühle, als Du auf dem Höhepunkt Deiner Karriere
eingezogen wurdest?
Elvis: Ich hielt das für meine Pflicht, ich war sehr stolz, Soldat zu
werden und meinem Land zu dienen. Ich genieße Privilegien des Lebens hier.
Freiheit und Sicherheit. Ich empfand keinen Ärger. Ich glaubte daran...
ich liebe dieses Land. Ich lebe hier, arbeite hier. Dieses Land hat mir
sehr viel gegeben. Ich habe meine größten Ziele hier in Amerika erreichen
können. Ich begann mit wenig, arbeitete, und alles, was ich nun besitze,
stammt aus diesem Land. Die Demokratie... die freie Wirtschaft. Vor und
nach meiner Einberufung durchlebte ich eine schwierige Zeit... meine
Mutter war gerade gestorben, und ich mußte mein Zuhause verlassen und nach
Deutschland gehen. Dies war zu dem Zeitpunkt, als ich eine Veränderung
sehr nötig hatte. Dies war Gottes Wille. Die Armee sorgte dafür, daß ich
meine Probleme nicht zu ernst nahm... sie half mir. Deutschland war
interessant, aber ich liebe die Staaten. Ich wurde nicht anders behandelt,
als die anderen Soldaten... ich glaube, wenn ich nicht zur Armee und nach
Übersee gegangen wäre... ich weiß nicht... es half mir, erwachsen zu
werden.
F: Wie ist Deine Einstellung Wehrdienstverweigerern gegenüber, der
Straffreiheit, die sie erhalten?
Elvis: Ich kann nur meine eigenen Eindrücke wiedergeben... ich weiß
nicht... ich glaube an Amerika und seine Bedeutung. Ich glaube an die
Verteidigung unserer Rechte und den Einsatz für Freiheit und
Unabhängigkeit. Ich weiß, daß es in unserer Regierung fehlerhafte Stellen
gibt, und daß es vieler Vereänderungen bedarf... um der Mannigfaltigkeit
der verschiedenen Rassen und Kulturen und Bedürfnisse gerecht zu werden.
Es gibt viel zu lernen. Wir sind noch ein junges Land und haben doch eine
große Wachstumsrate und mit vielen Völkern zu tun. Es treten Veränderungen
ein, doch erscheinen sie den Notleidenden zu langsam... was diejenaigen
betrifft, die ihrem Land nicht dienen und seine Prinzipien nicht
verteidigen wollen, es ist ihre Sache, die sie mit sich selbst, ihrem Gott
und ihrem Gewissen ausmachen müssen. Wenn sie unsere Anschauungen in
anderen Ländern nicht unterstützen wollen.... es ist ihr Gewissen.
Bevor man etwas genau beurteilen kann, muß man es kennenlernen, wir haben
nie so gefühlt wie diese jungen Leute. Ich weiß nicht, was ich an ihrer
Stelle tun würde. Sie haben weder Krieg noch Kämpfe in ihrem Land erlebt,
deshalb können sie es nicht wirklich verstehen. Doch wenn unser Land
bedroht würde... würde ich... ich hoffe, daß diese Personen ihre Heimat
verteidigen würden... das Land, in dem sie das Recht hatten, anderer
Meinung zu sein, ihrer Unzufriedenheit Ausdruck zu geben und entsprechend
zu leben. Wenn ich dies gewiss wüßte, ich würde mich sicherer fühlen. Die
heutige Jugend verfügt über ein großes Wissen... ist äußerst intelligent
und fähig, viel weiter zu denken als wir in ihrem Alter. In ihrem Alter
war ich geistig ein Kind... in der Fähigkeit, die Verhältnisse in der Welt
zu erkennen. Sie sind unsere Sicherheit, unsere Hoffnung für die Zukunft.
Es ist großartig zu wissen, daß sie über ein so großes theoretisches
Wissen verfügen... aber was ihre Fehler angeht... wir sollen nicht
vergessen, daß sie über wenig Erfahrung verfügen. Mit der Zeit wird die
ablehnende Jugend die Größe Amerikas erkennen. Ich bete dafür... ich
möchte, daß diese Welt ein wunderbarer Ort wird... voll Frieden und
Brüderlichkeit und Verständnis für alle. Ich möchte alle glücklich sehen
und möchte, daß alle die Ergebnisse ihrer Arbeit in diesem unserem Land
genießen... unser freies Amerika... es ist schön. Ich bin duch das ganze
Land gereist, es ist ein Land mit einer großen und herrlichen Zukunft...
odch wir müssen es schützen... unsere Rechte schützen... sowohl
individuell als auch für die Einheit des Volkes... und müssen unser Land
verteidigen und schützen... Amerika. Es ist unser Land... durch Gott und
die Freiheit... nur solange, wie wir es verteidigen und lieben. Ich
glaube, das klingt wie ein Protokoll (Er lacht.)
F: Elvis, was hälst du jetzt von Präsident Carter?
Elvis: Ich glaube, wir sollten Präsident Carter eine Chance geben, bevor
wir über seine mögliche Politik Vermutungen anstellen. Und Meinungen über
seine Fähigkeiten.... er hat genauso eine Chance wie jeder andere
Kandidat, wenn er die Wahlen gewonnen hätte... Er ist neu... das Land ist
irgendwie zerissen... geben wir ihm eine Chance... ich kann wirklich nicht
sagen... ich möchte ihm Zeit geben, bevor ich meine Meinung äußere.
F: Elvis, Du bist schon nach Deiner politischen Einstellung gefragt
worden... würdest Du jetzt etwas dazu sagen?
Elvis: Ich bin nur ein Entertainer... was ich glaube, hat wirklich keine
Bedeutung, was Politik betrifft. Ich singe, das ist alles.
F: Deine Standardantwort, nicht wahr, Elvis?
Elvis: (Er lacht). Jaaa. Ich glaube, ja. Sie erfüllt ihren Zweck.
F: Was sind Deine Tourneepläne für dieses Jahr, Elvis?
Elvis: Wir planen, das ganze Jahr auf Tournee zu sein. Ich möchte so viele
Städte wie nur möglich bereisen. IM letzten Jahr waren es ungefähr 100
Städte. Ich möchte noch ein paar mehr. Solange sie mich wollen, und es mir
gut geht... werde ich auftreten.
F: Wie geht es Dir in letzter Zeit gesundheitlich?
Elvis: Nun, es geht mir gut... ich werde schnell müde... bin etwas
langsamer geworden... versuche mehr auszuruhen... und das Richtige zu
essen... passe auf mich auf... und bin das Krankenhaus etwas leid. (Er
lacht.)
F. Hat es irgendwelche frühen Ereignisse gegeben, die Dich wirklich in
Angst versetzt haben... Menschenmengen oder etwas, das Dir dazu einfällt?
Elvis: Nun, einmal in Kansas City... ging ich spät aus. Wie gewöhnlich
gingen wir alle zusammen wegen der Mädchen... Leute, und diesmal traft ich
ein paar Sekunden später aus der Haustür, sofort stürmten 20 oder 30
schreiende Mädchen auf mich los. Ich trug eine neue Sportjacke, die ich
gerade gekauft hatte... und eine Hose, wie ich sie bei den Auftritten
trug... meine neue Sportjacke war völlig zerfetzt, mein Hemd war weg und
ich hatte meine Hose, meine Unterwäsche verloren, alles. Ich hatte nur
noch einen Schuh und einen Strumpf... alles andere war fort... sogar eine
Menge Haut.
F: Wie kamst
du davon? Was tatest Du?
Elvis: Nun.... ich stand mit dem Rücken zur Wand, weil ich nicht
niedergeschlagen werden wollte, denn wenn das in einer solchen Menge
geschieht, gibt es keine Möglichkeit herauszukommen... also lehnte ich
mich gegen die Wand... ich versuchte mich zu schützen, so gut wie ich
konnte. Mein Gesicht... und was auch immer... und (Lachen über sein "was
auch immer") Manchmal fürchte ich am meisten, mein "was auch immer" zu
verlieren... Entschuldigung (Lachen) Während ich an der Wand lehnte, um
nicht niedergeschlagen zu werden, versuchten meine Freunde, zu mir zu
kommen, die Polizei wurde alamiert. Die Polizei holte mich raus. Ich stand
wie unter einem Schock, und ich kann mich nicht genau erinnern, was
geschah, nachdem ich an der Wand lehnte und erkannte, daß ich meine
Kleidung auf jeden Fall verlieren würde. Ich verlor meine Uhr, einen Ring
und meine gesamte Kleidung, mein Portemonnaie, alles. Und wie ich sagte,
ich hatte noch einen Schuh und einen Strumpf... Man brachte mich in ein
Krankenhaus, weil ich überall blutete, es war ein Durcheinander... ich
weiß nicht, wieviele Schrammen der Arzt feststellte. Ich war von Kopf bis
Fuß voller Jod, wußte es nicht, bekam einen Ausschlag, es schien eine
Krankheit zu sein, aber es war komisch, verdammt komisch.
F: Hat dies Deine Einstellung dem Publikum gegenüber beeinflußt? Hattest
Du Angst, hatte es irgendwie Wirkung auf Dich?
Elvis: Ja, es hatte einen Einfluß... es ist nicht so, daß ich Angst hatte
vor dem... meinem Publikum, es ist mehr vor dem, was in einer Menge
geschehen kann. Man kann nie wissen... wozu Menschen in einer Menge fähig
sind... eine disziplinierte Gruppe kann in eine aufregende Situation
versetzt werden... jemand beginnt zu schreien, und im nächsten Moment
schreien alle. Sie wollen niemanden verletzen, aber in ihrem Eifer, in
Deine Nähe zu kommen, Dich zu berühren, die meisten wollen nur Hände
schütteln, mich irgendwie berühren... und irgend etwas gerät außer
Kontrolle, das erschreckt mich manchmal. Ich bin entsetzt... aber ich
liebe sie... liebe sie. Ich verdanke diesen Menschen alles, was ich
habe... ich kann es ihnen nie vergelten... was sie mir gegeben haben...
ich versuche es nur. Solange sie mich wollen, werde ich geben, was sie
wollen.
F: Das ist sehr lobenswert. Es verdeutlicht Deine Treue und Liebe zu
Deinen Fans, und ihre Liebe und Treue Dir gegenüber. Weil sie Dir wirklich
etwas bedeuten.
Elvis: Yeah, ich weiß, daß sie sehr treu sind. Wie ich schon sagte, ich
verdanke ihnen viel und solange ich kann, werde ich versuchen, sie dafür
zu belohnen. Aber ich konnte mir nie in meinen wildesten Träumen etwas
derartiges vorstellen... all meine Träume sind wahr geworden... Es gibt
nichts, was ich mir erträumte, das ich nicht gehabt hätte. Meine Fans
haben mmir ermöglicht... und Gott... Gott ist sehr gut zu mir gewesen.
F: Es heißt, daß Du sehr religiös bist, Elvis. Würdest Du darüber
sprechen, oder ist es zu persönlich?
Elvis: Nun... es ist wahr, daß ich immer im Grunde religiös gewesen bin,
wenn man es so nennen kann. Ich wurde von Kindheit an erzogen, an den
Allmächtigen zu glauben und Gott zu verehren... zu beten... und an Gottes
Hilfe zu glauben, unc ich glaube sehr an Gott. Ich bete, wenn ich Sorgen
habe, ich bitte Gott und Hilfe... ich lese gern in der Bibel und anderen
religiösen Büchern... Ich diskutiere Bibeltexte gern mit anderen, höre
ihre Meinung, ich verdanke Gott so viel wie den Fans, mehr als ihnen...
ohne Gott... sein Eingreifen in mein Leben, und das Geschenk, das er mir
gab, die Fähigkeit zu singen, Menschen zu unterhalten... ich hätte
nichts... ich glaube, daß ich das tue, wozu ich berufen wurde... und
hoffe, daß ich durch mein Verhalten und mein Beispiel meine Chance hier
irgendwie nutze. Manchmal glaube ich, daß ich noch nicht angefangen habe
zu... aber ich fühle, daß ich tue, was ich tun soll, und ich glaube, daß
Gott mein Leben berührt hat. Er hat mir in Zeiten voller Sorgen und
Probleme geholfen. Ich glaube, er kann jedem helfen, der an ihn glaubt und
betet. Wer wird helfen.
F: Du erwähnst Sorgen und Probleme... beziehst Du Dich auf etwas
Konkretes, Elvis, über das Du sprechen könntest?
Elvis: Nun, es gab Zeiten in meinem Leben, als alles falsch lief... nichts
Konkretes, über das ich sprechen könnte. Die letzten Jahre sind sehr...
sehr schwer für mich gewesen. Ich glaube, die meisten werden verstehen
warum. Das Scheitern meiner Ehe, Verlust eines Heimes... besonders, wenn
Kinder betroffen sind... es ist schwer und... hätte ich nicht meinen
Glauben an Gott und die Fähigkeit zu beten und Gott um Führung zu
bitten... Ich weiß nicht... ich glaube nicht, daß ich es so gut
überstanden hätte.
F: Man hatte immer den Eindruck, daß Du die Ehe für heilig hälst und es
heißt, daß Du nicht an Scheidung glaubst. Trifft das zu, Elvis?
Elvis: Nein, ich glaube nicht... ich denke, daß, wenn man vor Gott
verheiratet ist... und auch... wenn man an die Bibel glaubt, tut man, was
man für richtig hält, Gottes Wort entsprechend. Ich selbst hielt Scheidung
nie für richtig. Aber dann glaube ich auch, daß man... niemanden wie einen
Gefangenen halten kann, da man dann genauso schuldig wäre, wenn man
versucht, jemanden nicht den Weg gehen zu lassen, der für ihn bestimmt
ist. Man kann niemanden zur Liebe zwingen, es wäre falsch, dies zu
versuchen. Wie man sagt, ein gefangener Vogel singt nicht, und man sollte
jedem die Möglichkeit zur perönlichen Entfaltung geben.
Liebe entsteht unaufgefordert und freiwillig... sie schränkt nicht ein,
verurteilt nicht, kritisiert nicht... sie befreit und schützt und richtet
den Geliebten auf... sie sollte für keinen der Liebenden ein Gefängnis
darstellen. Und sie ist ein Geschenk Gottes... soll gehegt und umsorgt
werden... viele Menschen glauben, daß sie das Recht haben aufgrund ihrer
Gefühle einen anderen Menschen zu besitzen... Das ist keine Liebe... das
ist Besitzergreifung.. und wird in Krisenzeiten nicht bestehen. Das ist
alles, was ich dazu sagen kann.
F: Was hälst du von der heutigen Musik?
Elvis: Nun,
mir gefällt ein großer Teil der neuen Musik... ich mag die Eagles,
Arowspace und viele der neuen Gruppen. Mir gefällt Country Music... etwas
klassische Musik, etwas Rock'n Roll. Und natürlich liebe ich Gospel Music.
Es gibt viele schöne Titel. Durch Musik werden viele Botschaften
vermittelt. Es gibt eine Tendenz zu den 50er Jahren, die ich für gut
halte, denn ich glaube, daß sehr viel außer Kontrolle geraten ist, zu
psychedelischem Lärm geworden ist. Ich freue mich, daß man auf Melodien
zurückkommt und schöne Texte, die menschliche Gefühle ausdrücken. Ich
hoffe, daß es so bleibt und daß ich diese Titel singen werde. Ich mag
meine Musik... liebe das Gefühl, das sie mir vermittelt.
F: Ich hoffe, Elvis, daß Du diese Titel auch singen wirst. Deine Songs
sind schön, und die Musik ist gut arrangiert.
Elvis: Vielen Dank, ich bin froh, daß sie Dir gefällt.
F: Du bereitest eine Tournee vor, die Dich geradewegs nach Vegas führen
wird... freust Du Dich auf jede Tournee, jede Show, obwohl sich irgendwie
alles wiederholt?
Elvis: Ja, ich freue mich. Ich kann es kaum abwarten, bis es losgeht. Ich
freue mich auf jede Show... weil ich in jeder Show Menschen treffe, die
ich nie zuvor sah. Für sie will ich außergewöhnlich gut sein. Ich mache
meine Gruppe darauf aufmerksam, daß im Publikum Leute sind, die uns zum
ersten Mal sehen, und daß wir gut sein müssen. Ich möchte nicht, daß sie
die Show zu locker nehmen. Ich sporne sie an, nicht alles zur Routine
werden zu lassen. Ohne eine gewisse Aufregung und Überraschungen wird
alles zu locker, und die Show ist kein Erfolg... das Publikum ist
gelangweilt, es wird zuwenig geboten.
Ich liebe die Spannung, um nach der Show sagen zu können "Mensch, Wow, sie
waren Spitze" Ich will sicher sein, daß sie wirklich Freude hatten, bei
all den Schwierigkeiten, die sie haben, um mich sehen zu können. Es ist
sehr wichtig für mich, daß dem Publikum für sein Geld genug geobten wird,
wegen der hohen Preise und weil wir jetzt (1976) die ganzen Staaten
bereisen... ich möchte, daß man sich gern an uns erinnert und sich darauf
freut, uns widerzusehen.
F: Was hälst Du von den Leuten die auf Bürgersteigen schlafen, um Dich zu
sehen? Oh... Du hälst es wirklich für etwas sonderbar?
Elvis: Ich würde es für niemanden tun. Ich bin fast mein ganzes Leben lang
Entertainer gewesen, habe nie in einer Schlange stehen müssen, ich kann
wirklich nicht sagen, verstehe nicht... Es zeigt eine große Anerkennung
unseren Auftritten gegenüber. Wir alle sind sehr erstaunt, wenn wir davon
hören... Mein Gott... warum... Aber ich verstehe, daß es darum geht,
bessere Plätze zu bekommen. Das kann ich verstehen. Ich glaube nicht, daß
ich es für jemanden tun würde, aber genau kann ich es nicht sagen, mein
Leben ist völlig anders... Ich kann es nicht abwarten aufzutreten, wenn
ich erfahre, daß sie das tun... ich möchte mein Bestes geben.
F: Möchtest Du etwas über Deine Fans, Deine Zukunft sagen, Elvis? Über
Deine Zukunftspläne, Deine Gefühle und Gedanken?
Elvis: Ich schätze die Treue meiner Fans sehr, und ich werde auftreten,
solange ich kann und die Gruppe zusammen bleibt. Ich werde weiter auf
Tournee gehen, in die Städte, solange sie mich sehen wollen... alle sind
sehr nett... wir sind sehr dankbar. Was meine Gefühle und Gedanken
betrifft... ich liebe sie alle und danke ihnen, freue mich darauf, sie
wiederzusehen... in jeder Stadt Amerikas.
F: Das ist schön, Elvis, und ich bin sicher, daß sie das gleiche für Dich
empfinden. Ich glaube, wir kommen zum Ende des Interviews.
Elvis: Du meinst, das Interview ist vorbei... Nun, Son-Of-A-Bitch!
F: (Lachen) Das hätte ich Dich fragen sollen... falls Du uns einmal so
genannt hättest. Es scheint für alle ein Lieblingswort zu sein.
Elvis: (Er lacht). OK. Du meinst, Du stellst mir keine persönlichen
Fragen... wie... wie oft ich jede Nacht...
F: Nein (Lachen) Ich glaube nicht, daß das jemanden wirklich interessiert.
Aber ich könnte fragen, was hälst Du von den Geschichten in den
Klatschspalten von "Star" und "Enquirer"? Du scheinst in letzter Zeit
Thema Nr. 1 zu sein.
Elvis: Nun, ich lache darüber.
F: Du lachst? Einige dieser Geschichten sind ziemlich tragisch... hälst Du
sie für komisch?
Elvis: Die meisten Leser glauben sie nicht... und wer sie glaubt... es
macht mir nichts aus, weil sie entweder denken "das würde er nicht tun"
oder "Ich wußte, daß er so ist". Alles ist Publicity. Ich brauche das
nicht. Aber sie müssen auch leben, und so bleibt das Interesse bestehen.
Manchmal ärgere ich mich, aber es regt mich wirklich nicht sehr auf... es
bedeutet mir nichts.
F: Nun, ich glaube, das Interview ist vorbei.
Elvis: Wirklich?
F. Hast Du irgendwelche Vorschläge?
Elvis: Du könntest fragen... bist Du verliebt? Jeder will das wissen. Ich
bin es nicht.
F: Elvis, was ist mit Dir und Ginger Alden? Werdet ihr heiraten? Es ist
viel darüber geschrieben worden.
Elvis: Es ist so, daß ich ihr einige Ringe geschenkt habe. Sie möchte sehr
gerne heiraten. Sie sagte, daß sie mich liebt und daß wir heiraten
werden... ich denke, sie glaubt das wirklich. Es ist nicht so, daß ich
nicht möchte... daß ich keine Familie und Kinder möchte... ich habe nur
einfach keine Zeit, und außerdem, sie ist so jung, es wäre nicht fair.
F: Was ist mit den Berichten, daß Du in Atlanta oder in Athens heiraten
wirst und daß Du mit Ginger in einer alten Villa leben wirst? Das ist das
neueste Gerücht.
Elvis: Ich habe dieses Gerücht noch nicht gehört. Es muß entstanden sein,
als ich im Süden war und einige Denkmäler des Bürgerkrieges besichtigte.
Aber ich suchte nicht nach einem Haus. Falls ich heiraten würde, würden
wir auf Graceland leben.
F: Ginger ist sehr hübsch, Elvis. Sie scheint jedoch die Konzerte nicht zu
mögen... sie scheint immer so gelangweilt zu sein.
Elvis: Nun... sie interessiert sich für mich... nach der Show. Wir haben
nicht sehr viel gemeinsam, wir unterhalten uns nicht oft. Nun, ich kann
nicht sagen, daß... es ist nett, sie bei mir zu haben, aber wir haben
nicht viel gemeinsam. Ich habe mich gefragt, was mich so an ihr gereizt
hat... nun, einer meiner Freunde machte mich darauf aufmerksam. Sie
gleicht Priscilla sehr... so wie sie aussah, bevor sie das mit ihrem Haar
angestellt hat.
F: Du meinst, bevor Priscilla ihr Haar abschneiden ließ? Ich erkenne die
Ähnlichkeit nicht... aber ich habe Ginger nicht sehr oft gesehen.
Elvis: Priscilla trug ihr Haar so wie Ginger jetzt, und Ginger gleicht
ihr... jetzt weiß ich, warum ich eine Zeitlang so empfand. Ginger ist ein
nettes Mädchen, aber ich werde nicht heiraten... nicht jetzt.
F: Paß lieber auf... sie kriegt Dich! Sie stellt Dir eine Falle, und all
diese Heiratsgesrüchte, paß auf Elvis!
Elvis: Nun, das hörte ich in Vegas auch, aber es geschah nicht.
F: Sie ist noch jung, vielleicht wird sie mit der Zeit vernünftiger.
Elvis: Ich kann nicht warten. Wennich heirate, muß es schnell sein.
F: Warum so schnell?
Elvis: Wir würden uns beeilen müssen, es müßte vor Mitternacht sein, kurz
nach einer Show.
F: Warum vor Mitternacht? Warum nicht morgens?
Elvis: Nun, damit unsere Kutsche nicht in einen Kürbis verwandelt wird und
die drei weißen Pferde in drei graue Mäuse.
F: Cinderella Hochzeit?
Elvis: So ungefähr. Außerdem, wenn mich die Sonne erwischt, beginne ich zu
qualmen, wie Dracula. Es würde ein Märchen sein, unvorstellbar, wenn wir
heiraten würden. Aber es ist nichts Ernstes.
F: Was wäre, wenn Du aufhören würdest? Dann hättest Du Zeit.
Elvis: Hölle, ich werde nicht aufhören, noch nicht. Ich habe zu viele
Dinge zu tun, außerdem... ich möchte nicht heiraten. Ich mag alle Mädchen.
Hölle, ich kann alle Herzen brechen!
Triffst Du viele Mädchen, Elvis?
Elvis: Meinen Teil.
F. Gerade Deinen Teil... wie viele sind das?
Elvis: Ich glaube, ich werde sie numerieren müssen, damit ich alle
kriege... keine vergesse (Er lacht). Du könntest fragen: Wirst Du einen
Film drehen? Nun, es sieht nicht danach aus. Ich habe keine guten
Drehbücher, die mich jetzt interessieren wrüden. Vielleicht, eines Tages
werde ich eines finden, das mir gefällt... vielleicht. Und über meine
Gesundheit. Ich würde sagen, es geht mir sehr gut... und ich glaube, alles
ist ziemlich in Ordnung, undDu könntest fragen, wieviel Fan-Post ich
bekomme, ich würde sagen "Tonnen". Ich bekomme 10.000 bis 15.000 Briefe im
Monat, und wir werden völlig davon begraben. Ich wünschte, sie ließén uns
ein bißchen Ruhe, damit wir etwas aufholen.
F: Liest Du deine Fan-Post?
Elvis: Ich versuche, einiges zu lesen, wenn ich Zeit habe. Ich höre gern
von den Fans... erfahre, wie es ihnen geht... bleibe in Kontakt mit meinem
Fans. Versuche es.
F: Welche Art von Briefen bekommst Du?
Elvis: Oh, viele Liebesbriefe und... man fragt oft, wann ich in einer
bestimmten Stadt auftreten werde... solche Sachen.
F: Gehst Du noch immer runter zum Gate, um mit den Fans zu sprechen?
Elvis: Nicht mehr so oft wie früher... aber gelegentlich gehe ich runter.
Ich bin nicht genug zu Hause, und wenn, bin ich gern im Haus.
F: Siehst du Lisa oft? Wie geht es ihr?
Elvis: Lisa Marie ist sehr hübsch, und ich sehe sie, so oft ich kann. Es
geht ihr fantastisch.
F: Viele Leute sagen, daß sie Dir gleicht. Bist Du der gleichen Meinung?
Elvis: Nun... ich hoffe es.
F: Würde es Dir was ausmachen, zu erklären, auf welchem Gebiet Du am
besten bist? (Elvis hatte oft gescherzt, dies sei er im Bett... und Lisa
der Beweis.)
Elvis: Nein... nein. (Er kichert und verschluckt sich fast). Nicht in
diesem Fall. (Kichert mehr). Entschuldige. (Kicher) Ich glaube, ich lasse
es.
F: Ich konnte dieser Frage nicht widerstehen.
Elvis: Das wußte ich (Kichert wieder.)
F: Nun, wir kommen zum Schluß, glaube ich. Wir haben über alles
gesprochen.
Elvis: Ich hoffe, es wird eine Hilfe sein. Wenn ich über alles spreche,
kommt mir zum Bewußtsein, wie seltsam es ist, daß sich die Dinge
wiederholen... Dinge, die zu Beginn geschahen, wiederholen sich jetzt...
so wie sich die Mode und Geschichte wiederholen, scheinen sich auch
Ereignisse in meinem Leben zu wiederholen.
F: Was meinst Du damit?
Elvis: Nun, z. B. 1956 hielt man mich für drogenabhängig und irgendwie
sexbesessen... pervers oder so... es wurde heraufgespielt und diese
Anschuldigungen in den Massenmedien weltweit verbreitet. Es war
schmerzlich für mich, auch meine Familie. Aber ich lernte, damit fertig zu
werden, und obwohl ich manchmal beunruhigt war, verschwendete ich keine
Zeit, indem ich mir darüber Sorgen machte.
F: Oh, Du beziehst Dich auf das Buch und die Drogensache. Ich glaube, das
ist fast eine Wiederholung.
Elvis: Ja, es scheint so, nicht wahr? Du weißt, die Geschichte wiederholt
sich... ich empfinde es so. Es ist Ironie. Meine Karriere ist wieder so
hektisch wie in den 50er Jahren. Mein Gott, die Leute stürmen in jede
Halle, jede Show ist schnell ausverkauft... es ist unglaublich! Und
irgendwie nicht normal. Ich bin dankbar für ihre Treue, doch es ist
erschreckend, ich frage mich, was als nächstes kommt.
F: Es gibt noch etwas, das Deine Erfolge übertreffen könnte, Elvis. Du
bist bereits in der per Satellit ausgestrahlten Show dem größten Publikum
in der Geschichte aufgetreten.
Elvis: Ich weiß. Vielleicht ein guter Film... aber ich sehe jetzt nicht
gut genug aus. Ich bin zu dick für die Kameras. Dafür müßte ich 175 bis
185 wiegen. Ich war früher dünn, das weißt Du, nicht? (Er lacht).
Nun, Elvis, vielen Dank, daß Du Dir soviel Zeit genommen hast. Marc wird
sehr erfreut sein.
Elvis: Danke, und ich hoffe, es verhilft ihm zu einer guten Beurteilung.
Falls er mehr benötigt, laß es mich wissen. Ich bin morgen in Anaheim und
dann in Vegas. Ich hätte gerne eine Kopie von diesem Interview und seinem
Vortrag.
F: OK, Elvis, Du wirst sie bekommen.
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