| Tracklist:
01. Opening Vamp
02. That's All Right, Mama
03. I Got A Woman/Ave Maria (excerpt)/I Got A Woman
04. Tiger Man
05. Monologue
06. Love Me Tender
07. I've Lost You
08. Cryin' Time
09. I Just Can't Help Believin'
10. You've Lost That Lovin' Feelin'
11. Polk Salad Annie
12. Band Introductions
13. Johnny B. Goode
14. Band Introductions
15. Celebrity Introductions
16. The Wonder Of You
17. Along Came Jones
18. Heartbreak Hotel
19. One Night
20. All Shook Up
21. Blue Suede Shoes/Whole Lotta Shakin' Goin' On/Blue Suede Shoes
22. Hound Dog
23. Bridge Over Troubled Water
24. Suspicious Minds
25. Can't Help Falling In Love
26. Closing Vamp
27. Oh Happy Day (14.08.70 M.S.)
28. When The Snow Is On The Roses (w/ 2 false starts, 24.08.70 D.S.)
You´ve Lost That
Lovin´Feelin´
(audionics 2001-01)
Zur Aufmachung:
Erfreulich ist, dass man ein 8-seitiges Booklet in der Hand hält, das
schlechte daran ist, dass nicht gerade weltbewegende Layout. Alles in
hellem blau gehalten, auch die Fotos wurden mit diesem Blauton überschüttet.
Sowohl Foto als auch dem Schriftzug begegnet man öfter, zuerst auf dem
Booklet vorne und hinten (hier gibt´s auch die Songlist zur CD), dann
die Schrift nochmal im Einlageblatt innen und das Foto samt Songlist
nochmal am Back-Cover. Da wurde das Foto allerdings in die Länge
verzerrt, genauso auf der letzten Seite im Booklet. Auch eine Möglichkeit,
aus einem schönen Foto einen Verriss zu machen. Umgekehrt könnte man
ja noch verstehen, aber so könnte man das besser unterlassen. Die CD
ist schwarz mit einem Elvis-Pic drauf.
Erläuterungen und interessante Anmerkungen, sowie nötige Infos zum
Konzert bzw. den Bonussongs findet man alles im Booklet, sowie noch zwei
weitere Fotos.
Der Fan, der die Show (und noch andere) aufgenommen hat, berichtet auch
im Booklet über seine Erlebnisse. Sein Name ist Rick. Er hat auch die
Show aufgenommen, die Memory auf International Earthquake
herausgebracht hat.
Beurteilung der CD - Gestaltung:***+
Zum Inhalt:
Es geht hier um die komplette Midnight Show vom 21.8.1970 in Las Vegas.
Dieses Gastspiel war eines der besten von Elvis - überzeugen kann man
sich in TTWII, gefilmt einige Tage vorher.
So ist die Show auch einfach grandios. Elvis in bester Laune, sehr gesprächig
und erstklassig im Vortragen seiner Songs. Es gibt viele lustige
Momente, einige seltene Stücke sind auch dabei und die richtige
Mischung aus aktuellem Material und Rock-Hits aus den Fifties.
Zusätzlich wurden noch 2 Bonussongs auf die CD gepackt, echte
Leckerbissen - obwohl einer davon inzwischen auch auf einer BMG Veröffentlichung
den Fans zu Ohren kommen darf.
Beurteilung von Elvis´Darbietung: *****
Zur Soundqualität:
Es handelt sich um eine Stereo-Audience-Aufnahme, allerdings eine sehr
gute.
Sorgfältig wurde das Band im Jahr 2001 nach den modernsten Möglichkeiten
bearbeitet, und das Ergebnis ist mehr als annehmbar. Elvis ist gut zu hören,
auch beim sprechen versteht man ihn meist sehr gut. Die CD liegt
mindestens im oberen Durchschnitt beim Vergleich mit anderen Publikumsaufnahmen,
eher noch darüber.
An mehreren Stellen kann man auch sehr deutlich die Leute sprechen hören,
an deren Tisch diese Aufnahme gemacht wurde.
Beurteilung der Soundqualität: ***
Details zum Inhalt:
Gemütliches Plätzchen suchen, entspannen und sich anstecken lassen von
Elvis´ guter Laune, dann kann die musikalische Reise durch eine großartige
Show beginnen.
Als Opener hat Elvis That´s All Right Mama gewählt, rasant
flitzt er durch diesen Titel der sein erster regionaler Erfolg war.
Im folgenden I Got A Woman hat er am Ende als Teil eines Medleys Ave
Maria eingebaut, aber nur die beiden Wörter, mehr ist da nicht
bevor er wieder mit I Got a Woman beendet.
Tiger Man singt er hier nicht im Medley, sondern solo und richtig
rockig.
Ein erster längerer Monolog ist an der Reihe, ein paar Scherze über
sein Wasser usw.
Im Anschluss kümmert er sich bei Love Me Tender mehr um die
Ladies an der Bühne, als um seinen bekannten Filmsong, der muss hier
mehr als Untermalung zum Küsse verteilen herhalten.
Dementsprechend ist auch eine Unruhe und ein Gekreische unter den
Zuschauern zu vernehmen.
Dann wird´s aber ernst, als er mit der Ansage "Seit einigen
Wochen hab ich eine neue Platte draußen" auf I´ve Lost You
überleitet. Viel Gefühl und sehr konzentriert bringt er diesen schönen
Song den Leuten näher - vom Feinsten.
Was darauf folgt, ist die über eine halbe Minute lange erste
Live-Version von Crying Time, selten und schön zugleich (mit
false start).
Gewohnt schön ist I Just Can´t Help Believin´, kein Kommentar
notwendig - nur Elvis kann es so einbrennend singen.
You´ve Lost That Lovin´ Feelin´ bricht er nach wenigen Worten
ab und beginnt nochmal, jetzt aber komplett und perfekt.
Polk Salad Annie mit gesprochener Einleitung und Power ohne Ende.
Die Band Vorstellung beginnt und geht erstmal bis James Burton. Er wird
als Chuck Berry vorgestellt und mit einer megaschnellen Johnny B.
Goode-Nummer entlockt ihm Elvis seine Künste an der Gitarre. Dann
wird der Rest der Musiker und einige Berühmtheiten im Publikum
vorgestellt.
Es bleibt mit The Wonder Of You noch aktuell, gut, aber nicht die
beste Version die wir davon kennen. Ein One-Liner betitelt mit Along
Came Jones kommt ihm noch über die Lippen, bevor er zurück geht in
die Vergangenheit, beginnend mit seinem ersten Mega-Erfolg: Heartbreak
Hotel (incl. 2 False Starts) rockt er sich durch einige seiner größten
Hits aus den 50er Jahren.
Blue Suede Shoes als Medley mit Whole Lotta Shakin´ Goin´ On
ist auch eher die Ausnahme.
Nach dem Oldie-Block nähert sich das Ende der Show, doch nochmal kommen
2 Highlights zum Vorschein. Als erstes ein traumhaft gebrachtes Bridge
Over Troubled Water.
Vor der Schlussnummer steigt Elvis nochmal kräftig auf´s Gas, eine
etwa sechseinhalb Minuten langes Suspicious Minds mit vollem
Einsatz reißt den Hörer nochmal beinahe vom Stuhl.
Man möchte gerne noch mehr hören, aber die ersten Klänge von Can´s
Help Falling In Love kündigen gnadenlos das Ende einer starken Show
an.
Als Bonus kommt nun vom 14.8.1970 eine vollständige Version von Oh
Happy Day, leicht zu bemerken, dass der Song Elvis begeistert, muss
man gehört haben.
Zweiter Bonus ist die jetzt bereits von BMG (in besserer Qualität)
veröffentlichte Fassung von When The Snow Is On The Roses
(mit 2 False Starts). Beide Songs sind sehr schön und man würde sich
eine professionelle Aufnahme davon wünschen, vielleicht taucht ja
nochmal was auf.
Gesamtbewertung
dieser Veröffentlichung:
Es gibt einige Gründe sich diese CD zuzulegen. Da wäre die
fantastische Leistung von Elvis, dann die Vollständigkeit der
Aufnahme, die teils raren Titel und nicht zuletzt die
Bonus-Tracks.
Einziges Manko (neben der mittelmäßigen Aufmachung) der CD ist
leider die Tatsache, dass man sich damit abfinden muss, nur eine
Publikumsaufnahme zu hören.
Wenn man günstig zugreifen kann, sollte man sich nicht scheuen,
das auch zu tun.
Gesamturteil: **** |
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