Walk A Mile In My Shoes

         

Tracklist:

1: All Shook Up
2: That's All Right
3: Proud Mary
4: Don't Cry Daddy
5: Teddy Bear/Don't Be Cruel
6: Long Tall Sally
7: Let It Be Me
8: I Can't Stop Loving You
9: Walk A Mile In My Shoes/In The Ghetto

Walk A Mile In My Shoes
(Fort Baxter 2092)


Zur Aufmachung:
Fort Baxter hat schon bessere Cover gemacht, aber als schlecht kann man dieses auch nicht bezeichnen. Die drei Fotos, zwei auf der Vorderseite vom Frontcover, eines auf der Rückseite vom Frontcover, sind aus 1969 und auch wunderschön, dazu auch noch eher selten. Aber die Innenseiten des aufklappbaren Frontcovers sind einfach nur weiß und leer. Auf dem Backcover sind die Songlist und Infos über Aufnaheort und Zeit zu finden.
Beurteilung der CD - Gestaltung:****+

Zum Inhalt:
Auf dem Cover heißt es, die Aufnahmen stammen von der Dinner Show des 1.2.1970, das ist jedoch falsch. Es handelt sich um die Show vom 26.1.1970, der Opening Night. Das traurige an dieser CD ist die Spieldauer. Nicht mal ganz 28 Minuten dauert die Scheibe. Es ist nur etwa die erste hälfte der Show zu hören, aber ungeschnitten. Elvis ist in Top Form und liefert energiegeladene Vorträge. Alles wirkt noch spontan und nicht so routiniert wie in späteren Jahren. Leider sind die Publikumsreaktionen nicht perfekt integriert.
Beurteilung von Elvis´Darbietung: ******

Zur Soundqualität:
Die Aufnahme stammt von den Mastertapes, also ein professioneller Mitschnitt. Aber die Qualität ist nicht glasklar, dies betrifft besonders die ersten Songs. Aber man muss froh sein, die Lieder überhaupt so zu bekommen. Als Fazit gilt aber dennoch, dass die Soundqualität noch sehr gut zu bewerten ist. Die CD kann aber nicht mit einer RCA Qualität mithalten.
Beurteilung der Soundqualität: *****

Details zum Inhalt:
Die Eröffnung der Show bildete zu dieser Zeit noch ein Intro aus Schlagzeug, Gitarre und Orchester, hört sich aber gut an und hat einen gefälligen Rhytmus.
Es geht direkt über in "All Shook Up", das war Elvis´Eröffnungsnummer bei dieser Show. Man denkt dabei nicht mehr wirklich an die Studioversion, das Tempo ist um ein vielfaches gestiegen. "Meine erste Aufnahme, meine Damen und Herren" ist die Ankündigung zu "That´s All Right Mama". Elvis legt richtig Power in seinen Vortrag, schreit schon fast, es hört sich stark an. Er begrüßt dann das Publikum, sagt, es sei sein zweites Gastspiel hier in Las Vegas. Er plaudert noch etwas und stimmt dann kurz "Everybody Loves Somebody" von Dean Martin an, legt aber dann mit "Proud Mary" los. Ebenfalls voll gelungen, nur beim Refrain ist der Chor sehr laut im Vordergrund.
"Eine neue Platte, ich hoffe ihr mögt sie" und es kommt "Don´t Cry Daddy". Ein toller Song für die Show. Was etwas stört ist, dass Charlie Hodge im Duett mitsingt, Elvis alleine finde ich hier besser. Weiter geht es mit "Teddy Bear / Don´t Be Cruel". Aber dafür kann man eine Hörempfehlung abgeben. Elvis singt es mit Begeisterung, es hört sich sehr frisch an. Elvis hat sich an den 1956er Song "Long Tall Sally" von Little Richard erinnert. Diesen bringt er jetzt und das ist schon beinahe als Highlight zu bezeichnen. Ein super Rock´n Roll Vortrag mit einem tollen Gitarrensolo von James Burton, richtig explosiv. Er singt jetzt einen seiner Favoriten wie er sagt, und meint damit "Let It Be Me". Man merkt es auch, dass er den Song mag, noch ist er aber nicht so perfekt wie die Version die man von RCA kennt. Nach dem Lied folgen wieder einige Scherze bevor er mit "I Can´t Stop Loving You" weiter macht. Davon gibt es bessere Versionen, Elvis bringt schon fast zuviel Power ins Spiel, muss schon um Luft kämpfen deswegen. Auch bei dem folgenden "Walk A Mile I My Shoes" gilt, dass es bessere Versionen davon gibt. Er hat sich wohl mit jedem Vortrag verbessert. Wir kommen bereits zum letzten Song. Es ist "In The Ghetto", einfach schön und geht runter wie Wasser.

Gesamtbewertung dieser Veröffentlichung:
Für Elvis´Darbietungen kann man nur höchstes Lob aussprechen, für die Soundqualität muss man leichte Abstriche in Kauf nehmen.
Schmerzlich ist, dass nur ein Teil der Show zu hören ist, und dadurch auch die Spieldauer extrem kurz ist. Trotz dieser negativen Punkte gehört die Cd aber in eine gut sortierte Sammlung, wie eigentlich jede andere Fort Baxter CD auch.
Gesamturteil: *****

 

Wings Of An Angel

         

Tracklist:

1. U.S.Male
2. Blue Suede Shoes
3. Pocketful Of Rainbows
4. Guitar Man
5. WINGS OF AN ANGEL
6. Follow That Dream
7. What´s She Really Like
8. What A Wonderful Life
9. A Whistling Tune
10.Milky White Way
11.Wooden Heart
12.Tonight Is So Right For Love
13.Frankfort Special
14.I Need Your Love Tonight
15.Stay Away
16.Shoppin´Around
17.G.I.Blues
18.Please Don´t Trag That String Around
19.Echoes Of Love

Wings Of An Angel
(German Records GR 042)


Zur Aufmachung:
Es gibt andere Bootlegs mit dem gleichen Titel, aber vor dieser speziellen muss man sich in Acht nehmen.
Die Aufmachung lässt auch direkt auf den Inhalt schliessen, das passt wie die Faust aufs Auge.
Eine totale Verstümmelung von ansonsten schönen Elvis Fotos bringt auch gleich die erste Enttäuschung für den Inhaber dieser Disc.
Das Cover besteht aus einem einzelnen Einlegeblatt, und am schlimmsten hat es das Bild auf der Rückseite dieses Frontcovers getroffen. Manche mögen es als moderne Kunst bezeichnen, Verstümmelung trifft die Sache aber eher. Die sichtbare Seite, also das Frontcover, ist auch nicht gerade ein Blickfang.
Einzig das Bild auf dem Backcover und unter der durchsichtigen CD-Einlegeplatte sind noch fast originalbelassen und schön anzusehen.
Beurteilung der CD - Gestaltung:**

Zum Inhalt:
Das, was auf dieser CD dem Kunden verkauft wird, kann man als astreinen Betrug bezeichnen, mehr geht nicht mehr. Es werden Live-Aufnahmen angekündigt und ganz normale Studiosongs (teils Outtakes) verwendet. Schlimmer noch ist, dass man da einfach Applaus draufgeklatscht hat, dementsprechend erbärmlich ist das Resultat.
Dreht man die CD zum ersten Mal um, bleibt einem der Atem stocken bei der Tracklist, noch dazu wo man daneben zu lesen bekommt "Recorded live USA 1969-1970 / Elvis Presley Vocals & Band". Hätte Elvis die Songs jemals live gesungen, wäre die CD wohl die wichtigste "Must-Have-Bootleg" aller Zeiten. Aber natürlich war das nie der Fall und so ist es die am meisten entbehrliche CD aller Zeiten geworden.
Es ist noch nicht mal ein einziger Live Song enthalten, und der vielversprechende Titel "Wings Of An Angel" ist nur als Kaufanreiz zu verstehen, der ist nämlich überhaupt nicht drauf. Als Track 5 wird er zwar sogar noch farblich hervorgehoben, in Wirklichkeit ist das aber der Song "Angel" aus dem Film Follow That Dream.
Beurteilung von Elvis´ Darbietung: nachträglich verfälscht, keine Bewertung!

Zur Soundqualität:
Die Soundqualität ist nicht berauschend, wenn man aber die CD gekauft hat, ist das noch das kleinste Übel.
Beurteilung der Soundqualität: ****+

Details zum Inhalt:
Braucht man nicht viel zu sagen, es wird nicht geboten was versprochen wird, und somit ist der Traum, den man beim lesen der Songlist träumt, auch schnell beendet. Ein angekündigter Song, der nicht enthalten ist, und alle anderen verfälscht, das wars dann auch schon.
Hätte man wenigstens den Applaus weggelassen und die CD nicht als Live-Recording angepriesen, keinen falschen Titel vorgegaukelt, wäre es noch einfach eine nette Kompilation geworden, aber so bleibt es bei Betrug und absichtlich falsch herbeigeführten Kaufanreiz am Kunden.

Gesamtbewertung dieser Veröffentlichung:
Einziger Tipp kann hier sein: FINGER WEG!!!
Für viel Geld bekommt man nicht mal ansatzweise, was man sich erwartet.
Zwei schöne Bilder sind zuwenig, um den Kaufpreis auch nur annähernd zu rechtfertigen.
Eine CD wie diese kann sich jeder auch selber machen.
Gesamturteil: *

 

Yesterday/Today

         

Tracklist:

T.R.O.U.B.L.E
Fairytale
Shake A Hand
Woman Without Love
Pieces Of My Life
Bringing It Back
Susan When She Tried (alt. take)
And I Love You So
I Can Help
Green Green Grass Of Home

Yesterday/Today
(Bilko 1592)

Zur Aufmachung:
Die CD, die hier besprochen wird, hat ein Cover, das in vier gleichgroße Bilder geteilt ist: Elvis ist darauf am Tor von seinem Haus in Los Angeles zu sehen. Er posiert mit Fans und nimmt Geschenke entgegen und unterhält sich mit ihnen.
Es gibt diese CD aber auch mit nur einem Foto über das ganze Cover. So schön die Fotos auch sind, zum Inhalt passen sie weniger. Die Rückseite ziert kein Foto, ganz in rot gehalten kann man hier nur die Tracklist bewundern.
Auf der Innenseite vom Frontcover - ebenfalls ganz in rot gehalten - kann man noch nachlesen, welche Musiker bei den Aufnahmen mitgewirkt haben.
Beurteilung der CD - Gestaltung:****

Zum Inhalt:
Das Bilko Label liefert uns mit dieser CD Undubbed Versions der (fast) kompletten Session vom 10.-13.93.1975 aus dem RCA Studio C in Hollywood.
Es fehlt nur der Jam von "Tiger Man", dieser entstand auch während dieser Session, war aber nicht zur Veröffentlichung gedacht. Die Songs wurden im April 1975 overdubbed und dann so auf der LP "Today" veröffentlicht.
Hier bekommen wir sie nun in der Ursprungsform, so wie sie im Studio entstanden sind, bevor sie bearbeitet wurden. Elvis hat gute Arbeit geliefert, eine schöne Songauswahl.
Beurteilung von Elvis´Darbietung: *****

Zur Soundqualität:
Zur Soundqualität braucht nicht viel gesagt zu werden. Die Qualität aller Songs ist einwandfrei und von daher mit Sicherheit zu empfehlen.
Beurteilung der Soundqualität: *****+

Details zum Inhalt:
Eine Besprechung der einzelnen Songs erübrigt sich, es sind die bekannten Versionen der Songs wie auf der Tracklist ersichtlich. Der Unterschied zu den Veröffentlichungen von RCA ist eben nur der, das es die puren Fassungen sind.
Das klingt dann meist auch, als würde man einen Alternativ Take hören, weil man die Lieder nicht in dieser Form gewohnt ist. Allerdings hat sich tatsächlich ein Alternativ Take eingeschlichen, es ist ein anderer Take von "Susan When She Tried" zu hören, als der auf der Today LP/CD. Ein deutlicher Unterschied ist am Ende des Songs festzustellen, wenn man beide CD´s vergleicht. Da dies nicht am Cover vermerkt ist, haben es die Bilko Leute vielleicht selber nicht gemerkt, das sie hier einen Alternativ Take verwendet haben. Darüber kann man sich aber nur freuen, macht die CD noch wichtiger für die Sammlung.
Solche CD´s machen mächtig Spaß beim anhören. Da fühlt man sich mehr, als wäre man im Studio dabei, als Elvis die Lieder einspielt.
Eine willkommene Abwechslung, alles mal in der Form zu hören, wie Elvis es damals auch gehört hat. So hat man mal einen Einblick darauf, was an den jeweiligen Songs so verändert wurde. Nach Elvis´ Tod hat RCA bereits die zwei Songs "Green Green Grass Of Home" und "I Can Help" auf der LP "Our Memories Of Elvis Vol.2" im August 1979 in dieser undubbed Version veröffentlicht.

Gesamtbewertung dieser Veröffentlichung:
Die CD sollte in jeder guten Sammlung zu finden sein, schon wegen dem Alternativ Take von "Susan When She Tried". Aber auch die restlichen Songs in dieser puren Fassung sind unverzichtbar.
Wenn auch die Songs von offizieller Seite bekannt sind, hier kann man sie doch wieder wunderbar neu entdecken. Deshalb ist der Kauf ohne Einschränkung zu empfehlen.
Gesamturteil: *****

 

You´ve Lost That Lovin´ Feelin´

         

Tracklist:

01. Opening Vamp
02. That's All Right, Mama
03. I Got A Woman/Ave Maria (excerpt)/I Got A Woman
04. Tiger Man
05. Monologue
06. Love Me Tender
07. I've Lost You
08. Cryin' Time
09. I Just Can't Help Believin'
10. You've Lost That Lovin' Feelin'
11. Polk Salad Annie
12. Band Introductions
13. Johnny B. Goode
14. Band Introductions
15. Celebrity Introductions
16. The Wonder Of You
17. Along Came Jones
18. Heartbreak Hotel
19. One Night
20. All Shook Up
21. Blue Suede Shoes/Whole Lotta Shakin' Goin' On/Blue Suede Shoes
22. Hound Dog
23. Bridge Over Troubled Water
24. Suspicious Minds
25. Can't Help Falling In Love
26. Closing Vamp
27. Oh Happy Day (14.08.70 M.S.)
28. When The Snow Is On The Roses (w/ 2 false starts, 24.08.70 D.S.)

You´ve Lost That Lovin´Feelin´
(audionics 2001-01)


Zur Aufmachung:
Erfreulich ist, dass man ein 8-seitiges Booklet in der Hand hält, das schlechte daran ist, dass nicht gerade weltbewegende Layout. Alles in hellem blau gehalten, auch die Fotos wurden mit diesem Blauton überschüttet. Sowohl Foto als auch dem Schriftzug begegnet man öfter, zuerst auf dem Booklet vorne und hinten (hier gibt´s auch die Songlist zur CD), dann die Schrift nochmal im Einlageblatt innen und das Foto samt Songlist nochmal am Back-Cover. Da wurde das Foto allerdings in die Länge verzerrt, genauso auf der letzten Seite im Booklet. Auch eine Möglichkeit, aus einem schönen Foto einen Verriss zu machen. Umgekehrt könnte man ja noch verstehen, aber so könnte man das besser unterlassen. Die CD ist schwarz mit einem Elvis-Pic drauf.
Erläuterungen und interessante Anmerkungen, sowie nötige Infos zum Konzert bzw. den Bonussongs findet man alles im Booklet, sowie noch zwei weitere Fotos.
Der Fan, der die Show (und noch andere) aufgenommen hat, berichtet auch im Booklet über seine Erlebnisse. Sein Name ist Rick. Er hat auch die Show aufgenommen, die Memory auf International Earthquake herausgebracht hat.
Beurteilung der CD - Gestaltung:***+

Zum Inhalt:
Es geht hier um die komplette Midnight Show vom 21.8.1970 in Las Vegas. Dieses Gastspiel war eines der besten von Elvis - überzeugen kann man sich in TTWII, gefilmt einige Tage vorher.
So ist die Show auch einfach grandios. Elvis in bester Laune, sehr gesprächig und erstklassig im Vortragen seiner Songs. Es gibt viele lustige Momente, einige seltene Stücke sind auch dabei und die richtige Mischung aus aktuellem Material und Rock-Hits aus den Fifties.
Zusätzlich wurden noch 2 Bonussongs auf die CD gepackt, echte Leckerbissen - obwohl einer davon inzwischen auch auf einer BMG Veröffentlichung den Fans zu Ohren kommen darf.
Beurteilung von Elvis´Darbietung: *****

Zur Soundqualität:
Es handelt sich um eine Stereo-Audience-Aufnahme, allerdings eine sehr gute.
Sorgfältig wurde das Band im Jahr 2001 nach den modernsten Möglichkeiten bearbeitet, und das Ergebnis ist mehr als annehmbar. Elvis ist gut zu hören, auch beim sprechen versteht man ihn meist sehr gut. Die CD liegt mindestens im oberen Durchschnitt beim Vergleich mit anderen  Publikumsaufnahmen, eher noch darüber.
An mehreren Stellen kann man auch sehr deutlich die Leute sprechen hören, an deren Tisch diese Aufnahme gemacht wurde.
Beurteilung der Soundqualität: ***

Details zum Inhalt:
Gemütliches Plätzchen suchen, entspannen und sich anstecken lassen von Elvis´ guter Laune, dann kann die musikalische Reise durch eine großartige Show beginnen.
Als Opener hat Elvis That´s All Right Mama gewählt, rasant flitzt er durch diesen Titel der sein erster regionaler Erfolg war.
Im folgenden I Got A Woman hat er am Ende als Teil eines Medleys Ave Maria eingebaut, aber nur die beiden Wörter, mehr ist da nicht bevor er wieder mit I Got a Woman beendet.
Tiger Man singt er hier nicht im Medley, sondern solo und richtig rockig.
Ein erster längerer Monolog ist an der Reihe, ein paar Scherze über sein Wasser usw.
Im Anschluss kümmert er sich bei Love Me Tender mehr um die Ladies an der Bühne, als um seinen bekannten Filmsong, der muss hier mehr als Untermalung zum Küsse verteilen herhalten.
Dementsprechend ist auch eine Unruhe und ein Gekreische unter den Zuschauern zu vernehmen.
Dann wird´s aber ernst, als er mit der Ansage "Seit einigen Wochen hab ich eine neue Platte draußen" auf I´ve Lost You überleitet. Viel Gefühl und sehr konzentriert bringt er diesen schönen Song den Leuten näher - vom Feinsten.
Was darauf folgt, ist die über eine halbe Minute lange erste Live-Version von Crying Time, selten und schön zugleich (mit false start).
Gewohnt schön ist I Just Can´t Help Believin´, kein Kommentar notwendig - nur Elvis kann es so einbrennend singen.
You´ve Lost That Lovin´ Feelin´ bricht er nach wenigen Worten ab und beginnt nochmal, jetzt aber komplett und perfekt.
Polk Salad Annie mit gesprochener Einleitung und Power ohne Ende.
Die Band Vorstellung beginnt und geht erstmal bis James Burton. Er wird als Chuck Berry vorgestellt und mit einer megaschnellen Johnny B. Goode-Nummer entlockt ihm Elvis seine Künste an der Gitarre. Dann wird der Rest der Musiker und einige Berühmtheiten im Publikum vorgestellt.
Es bleibt mit The Wonder Of You noch aktuell, gut, aber nicht die beste Version die wir davon kennen. Ein One-Liner betitelt mit Along Came Jones kommt ihm noch über die Lippen, bevor er zurück geht in die Vergangenheit, beginnend mit seinem ersten Mega-Erfolg: Heartbreak Hotel (incl. 2 False Starts) rockt er sich durch einige seiner größten Hits aus den 50er Jahren.
Blue Suede Shoes als Medley mit Whole Lotta Shakin´ Goin´ On ist auch eher die Ausnahme.
Nach dem Oldie-Block nähert sich das Ende der Show, doch nochmal kommen 2 Highlights zum Vorschein. Als erstes ein traumhaft gebrachtes Bridge Over Troubled Water.
Vor der Schlussnummer steigt Elvis nochmal kräftig auf´s Gas, eine etwa sechseinhalb Minuten langes Suspicious Minds mit vollem Einsatz reißt den Hörer nochmal beinahe vom Stuhl.
Man möchte gerne noch mehr hören, aber die ersten Klänge von Can´s Help Falling In Love kündigen gnadenlos das Ende einer starken Show an.
Als Bonus kommt nun vom 14.8.1970 eine vollständige Version von Oh Happy Day, leicht zu bemerken, dass der Song Elvis begeistert, muss man gehört haben.
Zweiter Bonus ist die jetzt bereits von BMG (in besserer Qualität)  veröffentlichte Fassung von When The Snow Is On The Roses (mit 2 False Starts). Beide Songs sind sehr schön und man würde sich eine professionelle Aufnahme davon wünschen, vielleicht taucht ja nochmal was auf.

Gesamtbewertung dieser Veröffentlichung:
Es gibt einige Gründe sich diese CD zuzulegen. Da wäre die fantastische Leistung von Elvis, dann die Vollständigkeit der Aufnahme, die teils raren Titel und nicht zuletzt die Bonus-Tracks.
Einziges Manko (neben der mittelmäßigen Aufmachung) der CD ist leider die Tatsache, dass man sich damit abfinden muss, nur eine Publikumsaufnahme zu hören.
Wenn man günstig zugreifen kann, sollte man sich nicht scheuen, das auch zu tun.
Gesamturteil: ****