Not Too Sweet

         

Tracklist:

Also Sprach Zahrathustra
See See Rider 
Johnny B. Goode 
Until It's Time for You to Go 
You Don't Have to Say You Love Me 
You've Lost That Lovin' Feelin' 
Polk Salad Annie 
Introducing himself 
What Now My Love 
Fever 
Guadalajara (one-liner) 
Love Me 
Blue Suede Shoes 
Heartbreak Hotel 
Love Me Tender 
Hound Dog 
I'll Remember You 
Walk That Lonesome Road (The Stamps) 
Suspicious Minds 
Introductions 
My Way 
A Big Hunk o'Love 
You Gave Me a Mountain 
Mystery Train/ Tiger Man 
Can't Help Falling in Love

Not Too Sweet
(SR Records 3503 - 2)


Zur Aufmachung:
Diese CD kommt in Begleitung eines 12-seitigen Booklets, darin sind viele tolle Fotos aus 1972 und ein ausführlicher Text zum Inhalt der CD, aber auch zum Jahr 1972 insgesamt. Die Fotos sind nicht alle besonders scharf, aber dennoch wirft man gerne einen Blick darauf.
Ebenso sind im Booklet die Showdaten wie Tracklist usw. zu finden.
Alles in allem ein sehr gut gemachtes Heftchen, es steckt viel Mühe und Arbeit dahinter.
Die CD ist ebenfalls mit einem schönen Bild bedruckt und auch das Backcover zeigt neben Tracklist und Infos noch ein tolles Bild.
Beurteilung der CD - Gestaltung:*****

Zum Inhalt:
Zu hören bekommen wir die (fast) komlette Midnight Show vom 01.09.1972 aus Las Vegas. Fast komplett deswegen, weil der letzte Song "Can´t Help Falling In Love" aus der Show vom 04.09.72 stammt. Der Song war leider auf dem Originaltape nicht enthalten, daher wurde er aus einer anderen Show dazugenommen um ein vollständiges Konzert zu vermitteln.
Elvis ist in fantastischer Verfassung und bringt eine Wahnsinns Performance. Volle Konzentration auf die Musik, eher wenig Späße und nicht allzuviel Gerede, dafür aber ein Konzert ohne auch nur eine Schwachstelle. In dieser Zeit hat Elvis wirklich grandiose Shows abgeliefert, diese ist wohl sogar eine der besten davon.
Beurteilung von Elvis´ Darbietung: ******

Zur Soundqualität:
Leider liegt uns diese Top-Show hier nur als Audience Aufnahme vor. Sie ist aber keineswegs als schlecht einzustufen. Im Gegenteil, da wurde gute Arbeit geleistet und man kann sich das Resultat mit Vergnügen öfter als einmal anhören. Wenn Elvis spricht, ist nicht immer alles zu verstehen, aber bei den Songs gibt´s nichts auszusetzen, da sind Elvis und auch die Instrumente sehr gut hörbar.
Das Band wurde sehr gut bearbeitet, ein gutes Ergebnis wurde erzielt.
Beurteilung der Soundqualität: ***

Details zum Inhalt:
Also Sprach Zahrathustra eröffnet die CD, man hört auch wie sich die Leute unterhalten, aber zu verstehen ist das leider nicht. Deutlich hört man am Geschrei der Menge den Moment, als Elvis ins Blickfeld tritt, er beginnt die Show mit einem tollen See See Rider. Ohne auch nur ein Wort zu verlieren geht es sofort mit einem schnellen und rockigem Johnny.B Goode weiter. Und mit Until It´s Time For You To Go ist der erste aktuelle Titel an der Reihe. Dann kommen drei bestens bekannte Songs (You don´t have to say you love me, You´ve lost that lovin´feeling und Polk Salad Annie), aber erstklassig vorgetragen. Erst jetzt verliert Elvis einige Worte und begrüßt die Zuschauer. Was dann folgt wird für die meisten Im Publikum neu gewesen sein - What Now My Love. Mit dem nächsten Song - Fever - hat Elvis einen Favoriten der Fans im Programm, immer gern gehört und ein besonders schön zum zusehen für die Anwesenden. Bevor Elvis mit Love Me beginnt meint er, dass er gerne ein Medley von spanischen Folksongs bringen will und steigt für eine Sekunde in Guadalajara ein, leider war das auch schon alles. Es kommt der bekannte Oldie-Block mit den großen Hits der 50er Jahre (Blue Suede Shoes rockt, Love Me Tender mir Fan-Kontakt und Hound Dog mit blusigem Beginn),gefolgt von I´ll Remember You.
Elvis lässt nun J.D.Sumner und die Stamps einen Song vortragen, es ist der eher seltene Titel Walk That Lonesome Road, J.D zeigt was er kann. Mit seinem letzten Nummer 1 Hit - Suspicious Minds - übernimmt Elvis wieder die Herrschaft über die Show, ein mitreißender Vortrag. Die Bandvorstellung geht schnell und ohne lustige Kommentare über die Bühne. Langsam neigt sich das Konzert dem Ende zu, Zeit noch was neues zu bringen. Die Wahl fällt auf My Way. Nochmal dreht Elvis an der Zeit, und zwar wieder um mehr als ein Jahrzehnt zurück und bringt mit A Big Hunk O´Love erneut einen seiner großen und zugleich den letzten Mega-Hit aus den 50ern. Vom feinsten auch You Gave Me A Mountain, kraftvoll und mit viel Power in der Stimme.
Elvis ist noch nicht erschöpft, das zeigt sich am Medley Mystery Train / Tiger Man, dem letzten aus dieser Show. Den Abschluss mit Can´t Help Falling in Love hören wir wie erwähnt vom 4.9.1972.
Eine wahrlich hörenswerte Show ist somit zu Ende.

Gesamtbewertung dieser Veröffentlichung:
Elvis hat uns aus dieser Vegas-Season derart gute Konzerte hinterlassen, da kann man auch an einem Publikumsmitschnitt kaum einfach vorbeigehen. Man sollte sich das Teil zulegen, es ist einfach zu gut um es zu versäumen. Die Qualität ist durchaus zufriedenstellend, für Fans von soliden 72er Shows gibt´s da kein vorbeigehen.
Gesamturteil: ****

 

Now - Or Never

         

Tracklist:

Also Sprach Zarathustra  
C. C. Rider 
I Got A Woman / Amen 
Love Me 
If You Love Me (Let Me Know) 
You Gave Me A Mountain 
It's Now Or Never 
One Night (by request) 
All Shook Up 
(Let Me Be Your) Teddy Bear / Don't Be Cruel 
And I love You So 
Fever 
Polk Salad Annie 
Band Introductions 
Early Mornin' Rain (incomplete) 
What'd I Say (incomplete) 
Drums Solo (Ronnie Tutt) 
Bass Solo (Blues - Jerry Scheff) 
Piano Solo (Tony Brown) 
Electric Piano Solo (David Briggs) 
Love Letters 
School Day (Hail Hail Rock'n'Roll) 
Hurt 
Hound Dog (with funny intro) 
Blue Christmas (with Elvis on acoustic guitar) 
Can't Help Falling In Love 
Closing Vamp

Bonus (04.12.1976 M/S Las Vegas):
Fairytale 
You Gave Me A Mountain (with spoken 2nd verse) 
O Sole Mio (first live version, Sherrill Nielsen) / It's Now Or Never (medley) 
Lawdy Miss Clawdy

Now - Or Never
(Memory Records CD MR 2042-2)


Zur Aufmachung:
Eine schon typische Memory-Aufmachung liegt auch hier vor, ein 4-seitiges Klapp-Cover mit Infos im Innenteil, plus einem Auszug aus einem Interview mit Sherill Nielsen.
Die gesamte Aufmachung ist direkt als Durchschnitt einzuordnen, es gibt bessere und schlechtere, die uns schon vorgesetzt wurden.
Mehrere Bilder aus dem letzten Vegas Gastspiel ergänzen die CD noch für´s Auge.
Am Back-Cover sind neben der Tracklist noch Erläuterungen zum Sound und Angaben zum Aufnahmeort/Zeit zu lesen. Die CD ist eine Picture - Disc.
Beurteilung der CD - Gestaltung:***+

Zum Inhalt:
Als Inhalt hat man für die CD die Dinner Show vom 3.12.1976 in Las Vegas gewählt, es war die zweite Show vom letzten Engagement in der Spielerstadt Las Vegas.
Das soll einen Einblick in den Ablauf der damaligen Shows geben.
Elvis war am Eröffnungsabend um einiges besser, auch hier gibt er eine gute Vorstellung, aber er scheint entweder nicht so motiviert wie am Vortag, oder er schont sich etwas, da er am gleichen Abend noch eine zweite Show zu absolvieren hat.
Das Repertoire bietet nichts Außergewöhnliches, einzig mit One Night erfüllt Elvis einen Wunsch aus dem Publikum und bringt damit einen Song, der nicht Standart war für den Dezember 1976.
Sehr interessant sind die Bonus-Songs, mit denen man die CD aufgefüllt hat, auch dies sind keine raren Songs, doch deren Interpretation macht den Reiz aus.
Beurteilung von Elvis´Darbietung: ****

Zur Soundqualität:
Wie man am Back-Cover vermerkt findet, diente als Quelle für diese Veröffentlichung eine Kopie der zweiten Generation des Masterbandes.
Wir reden hier aber von einem Publikumsmittschnitt, und der kann durchaus überzeugen.
Elvis ist prima zu hören, die gesamte Aufnahme hat einen sehr intimen Charakter.
Auch wenn der Showroom nicht die Massen wie auf Tournee beherbergen konnte und daher immer etwas "privater" wirkt, so scheint es hier beinahe, als wäre es ein Vorstellung im Wohnzimmer. Das Publikum ist dennoch gut zu vernehmen und scheint von der Show sehr begeistert zu sein.
Beurteilung der Soundqualität: ***

Details zum Inhalt:
Die Aufnahme beginnt mit Also Sprach Zarathustra und geht in See See Rider über, man erkennt am Geschrei der Zuschauer deutlich den Moment, als Elvis auf die Bühne kommt.
Schnell wird klar, dass Elvis in dieser Show sehr gut aufgelegt und gesellig ist. Er redet viel und scherzt die ganze Show durch mit den Leuten, diese lachen auch oft herzhaft darüber.
Der übliche Opening-Block bietet nichts, was sich einem besonders einprägt. Eine wunderschöne Fassung von It´s Now Or Never ist der erste Höhepunkt, diesmal noch ohne die O Sole Mio Einleitung von Sherill Nielsen. Das ändert sich aber schon am nächsten Tag, mehr dazu weiter hinten bei den Bonus Songs.
Ein Zuschauer ruft One Night, Elvis hört es und greift das zum Glück sofort auf. Schon früher in der Show hat er von seinen Filmen gesprochen und gefragt, was sie hören wollen (Jailhouse Rock oder Love Me Tender) und ist dann daran vorbeigegangen, ohne mit einem der Songs auch nur zu beginnen. Jetzt erfüllt er also diesen Wunsch und das bringt dem Auftritt einen Pluspunkt.
Weiter geht´s mit dem Oldie Medley, erst dann ein neuerer Titel mit And I Love You So.
Das folgende Fever ist schön zu hören, noch schöner war es aber wohl zum ansehen, wie Elvis dazu seine Scherenbewegungen mit den Beinen macht.
Bei Polk Salad Annie legen sich sowohl er als auch die Band ordentlich  ins Zeug und zeigen, dass sie den Song auch nach einigen Jahren noch immer mögen.
Danach muss Elvis verschnaufen und widmet sich erstmal der Bandvorstellung - hörbar geschlaucht vom zuvor gesungenen Rocksong.
Die Bandmitglieder geben ihre Solis zum Besten. Nach dem Solo von David Briggs verweist Elvis auf dessen erste Session mit ihm und den Song Love Letters der dabei entstanden ist und er singt dann diesen Titel.
Hurt kündigt er als seine bislang letzte Scheibe an und rafft sich nochmal zu einer Spitzenleistung auf. Hound Dog danach reißt allerdings einen nicht vom Hocker.
Elvis weist nun darauf hin, dass er lange genug auf der Bühne war und die Reaktion des Publikums veranlasst ihn noch zu einer kleinen Zugabe. Er lässt sich die Gitarre geben und die Fans bekommen noch ein schönes Blue Christmas mit auf den Weg. Er geht jedoch nicht ohne sein obligatorisches Abschiedslied - Can´t Help Falling In Love.
Wir hören nach dem Closing Vamp noch einige Songs aus der Midnight Show vom 4.12.76.
Der erste Bonustrack ist Fairytale, absolut hörenswert und bereichernd für die CD.
Bei You Gave Me A Mountain verfällt er mehr und mehr in einen Sprechgesang. Nicht das erste Mal, dass er den Song in der Sprech-Version vorträgt, aber es verleiht ihm einen besonderen Reiz.
Als nächstes hören wir das Intro zu It´s Now Or Never, aber Elvis stoppt und bittet nun Sherill zuerst O Sole Mio zu singen - die italienische Version davon - erst dann will er Now Or Never bringen. Es ist das erste Mal, dass er Sherill dazu "On Stage" dazu auffordert und das merkt man auch beim zuhören.
Der letzte Song ist dann noch ein tolles Lawdy Miss Clawdy, auch eher die Ausnahme als die Regel.

Gesamtbewertung dieser Veröffentlichung:
Diese Memory-CD ist nett, aber der "normale" Fan wird sie nicht haben müssen.
Die Qualität geht in Ordnung und die Bonustracks werten diese Veröffentlichung noch etwas auf. Der Sammler kann daran nicht vorbeigehen.
Gesamturteil: ***+

 

Memories From Kalamazoo

         

Tracklist:

Love Me
Fairytale (excerpt)
If You Love Me
You Gave Me A Mountain
Jailhouse Rock
O Sole Mio/It's Now Or Never
Big Boss Man
Heartbreak Hotel
Blue Suede Shoes
And I Love You So (false start)
And I Love You So
My Way

Memories From Kalamazoo
(VAVAVOOM 0001)


Zur Aufmachung:
Auf dem Frontcover sehen wir einen Elvis live auf der Bühne im Sundial Jumpsuit.
Tatsächlich hat er an diesem Tag der Show in Kalamazoo auch den Sundial getragen. Ob das Foto wirklich aus dieser Show ist, kann ich nicht sicher sagen.
Das Cover kann man aufklappen, innen sowie auf der Rückseite des Frontcovers sind weitere Fotos aus verschiednen Shows. Farblich sieht das Cover sehr nett aus, sehr in rot und schwarz gehalten. Das Backcover ist ganz in schwarz. Dort finden wir noch ein s/w Foto und die Songlist, plus Infos zu Aufnahmeort und Zeit der zu hörenden Show.
Beurteilung der CD - Gestaltung:****+

Zum Inhalt:
Auf der CD ist das Konzert vom 26.04.1977 im Wings Stadium von Kalamazoo/Michigan. Leider sind nur 12 Tracks enthalten, es fehlt der Anfang und etwa das letzte Drittel der Show. Elvis selbst gibt eine doch einigermaßen gute Vorstellung, da gibt es schlechteres aus 1977. Und das Beste ist, dass auch einige Songs dabei sind, die er zu dieser Zeit nicht in jeder Show brachte.
Beurteilung von Elvis´Darbietung: ****+

Zur Soundqualität:
Es handelt sich hier um eine Soundboard Aufnahme. Allerdings ist die Qualität nicht lupenrein, wie man es von vielen anderen Bootlegs schon kennt.
Doch sollte man sich deswegen nicht zuviele Gedanken machen. Für Fans ist der Sound durchaus zufriedenstellend und ermuntert zum mehrfachen anhören der CD.
Beurteilung der Soundqualität: ****+

Details zum Inhalt:
Wir steigen direkt bei "Love Me" ins Konzert ein. Eine typische Konzertversion, wie sie oft vorgetragen wurde. Der nächste Song erfreut das Fan-Herz schon mehr. Elvis beginnt mit "Fairytale", doch leider ist nach einigen Sekunden auch schon wieder Schluß damit. Elvis bricht ab und bringt stattdessen "If You Love Me Let Me Know". Elvis bringt das recht schön, ein anständiger Vortrag.
Weiter geht es mit "You Gave Me A Mountain", diesmal nicht ganz so ernst wie üblich, man hört Elvis mal lachen, an anderer Stelle ändert er den Txt und singt über das Feedback mit dem er geplagt ist. Ein kurzer Talk mit den Fans folgt bevor er mit "Jailhouse Rock" weitermacht. Nicht wirklich ein Highlight, mehr Pflichterfüllung. Jetzt kommt erst mal Sherill Nielsen zum Zug. Er muss "O Sole Mio" singen. Danach macht Elvis weiter mit "It´s Now Or Never". Hier macht er seine Sache sehr gut, toll gesungen und ein Zeichen dafür, dass er gut drauf ist.
Wir sind bei einem Highlight der CD angekommen: Es kommt "Big Boss Man" und das ist nicht unbedingt als fester Bestandteil seiner 1977er Konzerte einzuordnen. Auch hier gibt er sich wieder viel Mühe und ist voll und ganz bei der Sache, sehr hörenswert. Auch das folgende "Heartbreak Hotel" ist eher selten von ihm 1977 gesungen worden. Wären hier nicht Probleme mit dem Mikrofon aufgetaucht, wäre dies ein erstklassiger Song geworden. Das, was trotz des defekten Mikro´s übrigblieb, ist aber noch immer ein Schmankerl.
"Blue Suede Shoes" schließt sich sofort an, und auch das bringt er nicht allzu oft zu dieser Zeit. Eine schnelle und ohne Schnörkel durchgepeitschte Fassung, nicht besser und nicht schlechter wie viele Male zuvor.
"And I Love You So" bricht er gleich wieder ab, wieder Probleme mit dem Mikrofon.
Der zweite Versuch geht aber durch und ist wunderschön, eine Perle.
An dieser Stelle sind wir schon beim letzten Song der CD angekommen, es ist die Rede von "My Way". Wieder mal erklärt er, dass er den Text ablesen muss. Und auch an diesem Vortrag gibt es nichts auszusetzen, wunderbar gemacht.

Gesamtbewertung dieser Veröffentlichung:
Jemand der nur die Perlen von den zahllosen Veröffentlichungen auf dem Bootlegmarkt sucht, kann an dieser CD vorbeigehen. Es sind keine raren Titel drauf und das Konzert ist mehr im mittelmässigen Bereich angesiedelt. Wer allerdings dazu neigt, sich eine umfangreiche Sammlung anzulegen, der kann hier zugreifen, ohne es bereuen zu müssen.
Gesamturteil: ****+

 

Moody Blue & Other Great Performances

         

Tracklist:

Are You Lonesome Tonight
Reconsider Baby
Love Me
Moody Blue
You Gave Me A Mountain
Jailhouse Rock
It's Now Or Never
Little Sister
Teddy Bear/Don't Be Cruel
My Way
Release Me
Hurt
Why Me, Lord
Polk Salad Annie (Montgomery, Feb. 16)
Where No One Stands Alone (Montgomery, Feb. 16)
Unchained Melody (Montgomery, Feb. 16)
Can't Help Falling In Love (Montgomery, Feb. 16)
Closing Vamp (Montgomery, Feb. 16)
Telephone Conversation (1971)

Moody Blue & Other Great Performances
(Fort Baxter 2097)

Zur Aufmachung:
Die CD steckt (leider) nur in einer Papphülle, damit kann man aber leben, es geht sowieso in erster Linie um den Inhalt und nicht um die Verpackung. In der Papphülle steckt mit der CD auch noch eine weiße Karte mit der Songauflistung.
Das Cover soll in seiner Aufmachung wohl an das letzte Album von Elvis erinnern, dies war Moody Blue im Jahr 1977. Das Bild auf dem Frontcover passt nicht zu den Shows auf der CD, ebenso wenig das auf der Rückseite.
Das Bild der Vorderseite stammt aus Las Vegas 1976, das Foto der Rückseite ist aus Binghampton vom 29.05.1977. Das sind aber minimale Mängel, es hätte aber auch passende Fotos zu den Shows gegeben, nur am Rande vermerkt. Auf der Cd ist am Ende auch noch eine Aufzeichnung von einem Telefongespräch zwischen Elvis und einem Polizisten aus Denver, dies ist aber am Cover bei der Songauflistung nicht vermerkt.
Beurteilung der CD - Gestaltung:****+

Zum Inhalt:
Auf dieser CD finden wir Songs aus den Shows vom Konzert am 21.02.1977 in Charlotte, und einige Bonustracks vom 16.02.1977 in Montgomery. Es ist aber keine der beiden Shows komplett, das liegt zum einen auch einfach daran das RCA den Eröffnungsblock einfach nicht aufgenommen hat weil man keine 1000ste Version von I Got a Woman/Amen brauchte, irgendwie verständlich, auch wenn wir uns heute darüber freuen würden.
Die Shows waren an 1977 gemessen nochmal ein Aufflackern, recht gute Versionen kann man als Fazit sagen, besonders gemessen an dem was man  von 1977 noch geboten bekam.
Zum Abschluss gibt es dann noch ein Telefongespräch von Elvis mit einem Polizisten den er wohl besser kannte und der im Frühjahr 1971 seine Shows in Vegas gesehen hatte.
Beurteilung von Elvis´Darbietung: ****+

Zur Soundqualität:
Ein Punkt über denn man absolut nichts negatives schreiben kann ist die Soundqualität, es handelt sich hier um eine Soundboardaufnahme in wirklich unglaublich guter Qualität. Allgemein kann man sagen das es keinen Unterschied zu einer offiziellen CD von RCA gibt was den Sound betrifft, einfach ein tolles Hörerlebnis. Das Telefongespräch am Ende der CD ist allerdings von schlechter Qualität, aber das ändert nichts am Gesamtbild dieser schönen Veröffentlichung.
Beurteilung der Soundqualität: ****** / Soundqualität vom Telefongespräch: ***


Details zum Inhalt:
Die Cd beginnt mit "Are You Lonesome Tonight", dies wird allerdings von Elvis schnell wieder abgebrochen, dem Anschein nach hat er Probleme mit dem Text. Eine Frau aus dem Publikum hilft ihm weiter und er beginnt einen neuen Versuch, diesmal klappt es auch. Aber es ist die übliche *Kasperlversion* mit einigen Lachern und Späßen dazwischen. Elvis hat erhebliche Probleme beim Sprechen, was er augenscheinlich mit seinen Witzen zu überspielen versucht. Ein deutliches Zeichen um seinen damaligen Zustand, wie man im Nachhinein erst richtig bemerkt.
Weiter gehts mit "Reconsider Baby", und hier sei nur eines angemerkt, eine tolle Sache diesen Song zu hören. Die Version übertrifft frühere Versionen wie ich meine, Elvis ist meldet sich zurück könnte man meinen.
Danach kündigt er seine erste Aufnahme *That´s All Right* an, aber schon nach einem kurzen Intro ohne das er zu singen begonnen hätte ist das Ding wieder beendet. Elvis merkt an das seine Gitarre verstimmt sei und geht über in Love Me, eine typische Version bei der er mit den Fans beschäftigt ist.
Jetzt aber der erste Höhepunkt der CD, es kommt als Liveversion "Moody Blue", und das in einer solchen Qualität - klasse. Elvis kennt mal wieder den Text nicht und entschuldigt sich dass er ihn vom Blatt ablesen muss, dazu erspar ich mir einen Kommentar - einfach traurig sowas für einen Star vom Kaliber wie Elvis es war. Aber der Song selber ist ganz ok, man muss bedenken es wurde nicht geprobt und dafür ist er wirklich hörenswert. Eine Freude das genießen zu können.
Es folgt eine schöne Version von "You Gave Me A Mountain", dazu braucht man nichts weiter zu sagen.
Elvis meint er bringe jetzt ein Medley einiger seiner Records, aber er merkt noch an das er zuerst "It`s Now Or Never" singen will. Nachdem man dann "O Sole Mio" von Sherill Nielsen "überstanden" hat, bringt Elvis eine recht anständige Fassung von "It`s Now Or Never".
Nun aber der Tiefpunkt der CD, die runtergeleierten Oldies, alles im Stil wie hundertmal gehört, keine besonderen Erlebnisse oder Höhepunkte.
Jetzt kommt "My Way", wieder mal abgelesen, aber sehr nette Version.
Erfreulich gehts jetzt weiter, eine 1977er Version von "Release Me", eine schöne Sache in dieser Qualität und nicht gerade alltäglich, macht Spaß das zu hören. Zum nächsten Song "Hurt" ist nichts zu sagen, eine gute Darbietung wie das fast immer der Fall war. Auf jeden Fall scheint Elvis an diesen Songs mehr Spaß zu haben als an den Oldies.
Und als nächstes kommt eine veralberte Version von "Why Me Lord", Elvis versucht mal wieder J.D.Sumner zum lachen zu bringen und hat dabei auch teilweise Erfolg. Zum Anhören ganz nett.
Hier endet die Aufnahme vom 21.02.1977, es folgen jetzt die Tracks vom 16.02.1977 in Montgomery. Und hier kommt Elvis gleich richtig zur Sache mit einer 1977er Version von "Polk Salad Annie", er kommt zwar hier nicht an die Versionen der frühen 70er heran, aber dennoch sehr gelungen und die Band ist auch richtig gut in Fahrt. Aber der Höhepunkt folgt erst jetzt mit einer Rarität und Elvis begleitet sich dabei selbst am Klavier, es ist die Rede von "Where No One Stands Alone". Elvis erwähnt er hätte es nie geprobt und nie auf der Bühne gebracht (stimmt nicht ganz), es ist herrlich hier zuzuhören, das ist Elvis wie man ihn kennt, grandios.
Und weil er schon mal am Klavier sitzt bringt er anschließend gleich noch "Unchained Melody", leicht holprig, aber dennoch eine gute Leistung.
Die beiden Songs sind allemal den Kaufpreis wert, und natürlich auch Moody Blue nicht zu vergessen.
Das Ende ist da, und das bedeutet es kommt "Can´t Help Falling In Love", nicht außergewöhnlich, eine Standart-Darbietung.
Im anschließenden Telefongespräch redet Elvis mit dem Polizisten über eine Augeninfektion, über Cilla und Lisa (nimmt gerade Schwimmunterricht) und über sein Vegas - Engagement, er meint auch das der Polizist sich an Joe Esposito wenden soll wenn er im August wieder Shows besuchen will, dieser wird das dann managen. Auch von einem Erdbeben das Elvis in Vegas im Hotel erlebt hat ist noch die Rede (es sei das furchteinflössendste was er je erlebt habe) und dann gehts noch um die Telefonnummer von Lamar Fike.

Gesamtbewertung dieser Veröffentlichung:
Cover und Verpackung sind ok, hätte man aber besser machen können.
Die Soundqualität ist vollends zufriedenstellend bis auf das Telefongespräch.
Die Darbietung von Elvis ist für 1977 sehr zufriedenstellend und es macht Freude ihm zuzuhören, dazu einige wirklich rare Titel, die (in dieser Qualität) nicht jeden Tag daherkommen.
Eine CD die in jeder gut sortierten Sammlung zuhause sein sollte, uneingeschränkt zu empfehlen.
Gesamturteil: ******

 

Night Rider 61

         

Tracklist:

Night Rider (1, 2)
For The Millionth And The Last Time (take 1)
Anything That's Part Of You (1)
I Met Her Today (1)
For The Millionth And The Last Time (2)
I Met Her Today (2, 3, 4)
Anything That's Part Of You (2)
For The Millionth And The Last Time (3, 4)
I Met Her Today (5, 6)
For The Millionth And The Last Time (5)
Anything That's Part Of You (3)
Good Luck Charm (1)
Good Luck Charm (3, 4)
I Met Her Today (7)
Anything That's Part Of You (4, 5)
For The Millionth And The Last Time (6)
I Met Her Today (8)
For The Millionth And The Last Time (7)
I Met Her Today (10, 11, 12)
Anything That's Part Of You (6, 7, 8)
I Met Her Today (14)
For The Millionth And The Last Time (8)
I Met Her Today (15, 16)
Anything That's Part Of You (9)
I Met Her Today (17, 18, 19, 20)
For The Millionth And The Last Time (9, 10, 11)

Night Rider 61
(The Famous Groove Records FG 2333)

Zur Aufmachung:

Das Frontcover besticht mit einem schönen Foto von Elvis, welches Anfang der 60er gemacht wurde, er lacht darauf, ist schick angezogen und sieht überaus gut aus.
Ein Vermerk zeigt uns, um was sich der Inhalt der CD dreht, nämlich um die Studio B Sessions. Hier ist es Volume 3.
Das Backcover ist ganz in orange gehalten und die Tracklist mit den Angaben der Takes fehlt natürlich auch nicht. Daneben noch ein bekanntes Ganzkörperfoto von Elvis, wiederum aus den frühen 60er Jahren.
Das Frontcover ist ein Klappcover und innen sowie auf der Hinterseite sind ebenfalls schöne Elvis Pics aus der "Wild In The Country" Zeit zu bewundern.
Alles in allem eine schöne Gestaltung, nur Text gibt es keinen.
Beurteilung der CD - Gestaltung:****

Zum Inhalt:

Famous Groove hat hier alle Outtakes aus der Session vom 15. und 16. Oktober 1961 untergebracht. Die Master hat man weggelassen, um genug Platz zu haben, Die sind aber auch überflüssig, weil die sicher jeder schon mehrmals hat. 5 Songs hat Elvis an den beiden Tagen eingespielt, alle von der weichen Welle und darunter ist auch "Good Luck Charm", sein letzter Megahit und die letzte Nummer 1 der amerikanischen Single Charts bis 1969. Man möchte aber keinen der Songs missen, sie sind alle schön und keiner ein richtiger Durchhänger.
So gesehen ist das eine sehr erfreuliche Veröffentlichung mit gutem Songmaterial.
Der Unterschied zu den Mastertakes ist oft nicht gravierend, und vieles klingt ganz ähnlich, man darf also nicht auf große Überraschungen hoffen. Viele Takes enthalten auch vor und nach dem Gesang noch Fetzen von den Gesprächen im Studio.
Beurteilung von Elvis´Darbietung: *****

Zur Soundqualität:
Die Soundqualität lässt sich schnell abhandeln, es ist eine durch und durch gute Qualität, die das zuhören ordentlich zur Freude werden lässt. Jegliche Kritik ist hier überflüssig.
Beurteilung der Soundqualität: *****

Details zum Inhalt:
"Night Rider" Take 1 und 2 bilden den Auftakt des Silberlings, und mehr von dem Song findet man auf dieser Cd auch nicht, weil bereits Take 3 der Master und zugleich letzter war. Dann aber werden die Songs nicht der Reihe nach Take für Take abgehandelt, sondern nach jedem Take (oder mehreren Takes als Einheit) von einem Song folgt ein anderer Song. Zum durchhören sicher besser, weil nicht so monoton und etwas Abwechslung geboten wird. Nur "Good Luck Charm" wird ungefähr in der Mitte der CD als gesamtes abgehandelt, da auch hier nur 3 Takes entstanden sind, bevor der 4. zum Master auserkoren wurde.

Gesamtbewertung dieser Veröffentlichung:

Die CD ist durchaus den Kauf wert. Nur wer eine umfangreiche Sammlung hat, ist auch im Besitz aller zu hörenden Takes dieser Songs. Offiziell von BMG ist bisher nur ein Teil davon erschienen. Und noch ein positiver Aspekt, der für diese Veröffentlichung spricht ist, dass man alles aus dieser Session so schön gesammelt auf einer Cd vorfindet, und nicht auf x CD´s alles verstreut suchen muss. Als Fazit lässt sich sagen, die Cd ist kein Muss (da Material auch anderweitig erhältlich), aber der Kauf garantiert kein Fehler.
Gesamturteil: *****

 

Opening Night `69

         

Tracklist:

Blue Suede Shoes
I Got A Woman
All Shook Up
Love Me Tender
Jailhouse Rock/Don't Be Cruel
Heartbreak Hotel
Hound Dog
Memories
Mystery Train/Tiger man
Life Story (dialogue)
Baby What You Want Me To Do
Are You Lonesome Tonight
Yesterday/Hey Jude
Band introductions
In The Ghetto
Suspicious Minds
What'd I Say
Can't Help Falling In Love

Opening Night 1969
(Fort Baxter A.S. CD 731-69)

Zur Aufmachung:
Alleine der Umstand das eine Veröffentlichung vom Fort Baxter Label kommt, bedeutet normalerweise auch der Käufer kann sich auf eine gelungene CD freuen, so ist auch bei dieser. Dies ist erstmals auch eine Gemeinschaftsproduktion mit \"All Star Shows\", aber das ist für den Hörer unwichtig. Covergestaltung und Inhalt stimmen glücklicherweise überein. Das kleine Foto auf dem Backcover stammt zwar von 1970, aber dieser kleine Ausrutscher kann mit einem Augenzwinkern vergeben werden.
Auch auf der Rückseite vom Frontcover finden wir ein schönes Bild von 1969 auf der Bühne, innen ebenfalls noch ein Foto und einen kurzen Text. Die Bilder sind nicht gestochen scharf, aber dafür auch nicht gerade weltbekannt.
Beurteilung der CD - und Covergestaltung:*****

Zum Inhalt:
Mit der gebotenen Show auf dieser Cd gibt es leider einige Probleme was die genaue Datierung betrifft. Die wirkliche Opening Show von 1969 ist es leider nicht, sie stammt lediglich aus den ersten Tagen dieses Gastspiels, in den meisten Fällen heisst es man findet hier die Dinner Show vom 03.08.1969.
Wie auch immer, die Show selber bringt uns einen Elvis der so energiegeladen war wie nie zuvor, eine gewisse Spannung ist die ganze Show durch zu spüren. Elvis war nach seiner langen Abwesenheit von der Bühne darauf bedacht das Publikum zu überzeugen dass er noch immer der Boss unter den Rockern war, und genau das zeigt einem dieses Konzert auch.
Leider haben wir auch einige Schnitte auf der CD, aber es fehlt nichts wirklich wichtiges.
Beurteilung von Elvis´Darbietung: ******

Zur Soundqualität:
Über den Sound kann man wie üblich bei Baxter nicht viel kritisieren, ist nahe an einer RCA Veröffentlichung, wenn auch ein leichtes Rauschen zu vernehmen ist, aber keineswegs in einer Art die einem beim zuhören beeinträchtigen würde. Besonders erfreulich ist bei dieser CD das man auch die Publikumsreaktionen sehr gut zu hören bekommt, so macht es noch mehr Spass das Konzert zu hören.
Beurteilung der Soundqualität: *****

Details zum Inhalt:
Eine Show die durch Gefühl und Power bestimmt ist, aufgelockert immer wieder durch einige Scherze die Elvis spontan loslässt. Die Show ist voller Magie, man wird richtiggehend verzaubert. Elvis ist bei bester Stimmung, und das Publikum reagiert ebenfalls immer angemessen. Es gibt kein herunterleiern von Oldies wie wir das später oft erleben mussten, sie werden derart kraftvoll vorgetragen als wären es neue Songs. Jetzt ein Blick auf die außergewöhnlichen Begebenheiten in diesem Konzert. Wir hören als erstes noch einige Sekunden vom Vorprogramm bzw. Intro, danach gehts auch gleich los mit einem rockigen "Blue Suede Shoes", die in die Länge gezogenen Well,Well Intro´s zu "I Got A Woman" fehlen hier noch, Elvis ist schnell bei der Sache und bringt uns eine wirklich tolle Version davon. Dann spielt er auf seiner Gitarre herum, er meint er könne jeden Song der Welt zu diesen Klängen bringen, und steigt dann in eine Superversion von "All Shook Up" ein, eine tolle Angelegenheit. Danach
wirds ruhiger, es folgt eine schöne Version von "Love Me Tender". Aber keine Zeit zum weiterträumen, denn schon folgt ein "Jailhouse Rock / Dont Be Cruel Medley" und man kann es als vollends gelungen bezeichnen. "Heartbreakt Hotel" und "Hound Dog" (der Message Song der Nacht) sind als nächstes dran, für beide gilt, Power pur. Ein hervorragendes "Memories" bringt Elvis jetzt, um wieder zu Atem zu kommen, nach dem vorherigen schnelleren Teil hörte man ihn schon nach Luft schnappen. Weiter geht´s mit einem Medley das uns zurück in die SUN Tage bringt, "Mystery Train/Tiger Man", einfach ein Traum dies zu hören und die tolle Imitation einer Lock bei "Mystery Train". Jetzt ist es erstmal Zeit für Elvis dem Publikum ein wenig über seine Karriere zu erzählen, die Life Story aus seiner Sicht ist dran, noch nicht so ausgeschmückt wie in späteren Tagen bei diesem Gastspiel, eine Urfassung könnte man sagen. Besonderen Spaß scheint er immer wieder mit dem Wort Memphis zu haben, damit bringt er die Zuhörer mehrmals zu Gelächter. Jetzt kommen wir nochmal in den Genuss einen Titel vom 68er Special zu hören, ein noch sehr aktueller Titel zu der Zeit, es ist "Baby, What´d You Want Me To Do" und wird erstklassig dargeboten. Wir finden uns danach in einer gefühlvoll vorgetragenen Fassung von "Are You Lonesome Tonight", stark orientiert an der Studioaufnahme.
Ebenso so gefühlvoll bringt er uns "Yesterday" von den Beatles, verbunden als Medley mit "Hey Jude", welches widerum sehr rockt. Elvis stellt nun die Mitglieder seiner Band vor, dabei ist vor allem Charlie Hodge wieder ein Opfer um das Ganze ein wenig lustig rüber kommen zu lassen. "In The Ghetto" kommt an die Reihe und wir befinden uns damit bei einem topaktuellem Titel, hier wunderbar vorgetragen. Elvis will das aber noch steigern und macht es mit "Suspicious Minds" (ein für die Fans damals noch unbekannter Song, erschien erst Tage später), ultralang und megahart rockt er als wäre er noch in den American Sound Studios und würde den Song ebenerst aufnehmen, eine grandiose Darbietung. Wer jetzt denkt das es vorbei sein muss, liegt falsch, es kommt eine "treibende und rockende" Version von "What´d I Say", das reißt einen richtig mit und man kann nicht genug davon hören. Zum Ende hin singt Elvis nicht mehr mit, er ist am Bühnenrand mit den Fans beschäftigt, steigt erst zum Schluss nochmal ein und bringt den Song zu Ende. Das war´s aber dann, als letzten Song hören wir "Can´t Help Falling In Love", aber genauso intensiv und gefühlvoll als würde er es gerade aufnehmen, ein würdiger und schöner Abschluss dieses einmaligen Konzertes. Alle Zugabe-Rufe helfen nichts, Elvis kommt nicht mehr zurück.

Gesamtbewertung dieser Veröffentlichung:
Als Endwertung zu dieser Cd fällt es leicht sie unter der Sparte "must have" einzureihen. Man kann auf dieses Tondokument nicht verzichten, es zeigt uns wie Elvis die Bühne zurückerobert hat. Tonqualität, Covergestaltung und Elvis´Leistung bei dieser Show sind mehr als zufriedenstellend. Wer die Gelegenheit hat die CD zu kaufen, darf KEINESFALLS daran vorbeigehen ohne sie mitzunehmen, man wird es für immer bereuen.
Gesamturteil: ******