`A Damn Fine Show

          

Tracklist:
 
Love Me
If You Love Me
You Don't Have To Say You Love Me
Big Boss Man
It's Midnight
Burning Love
Introductions/What'd I Say/School Days
My Boy
T.R.O.U.B.L.E
I'll Rememeber You
Let Me Be There
American Trilogy
Funny How Time Slips Away
 
`A Damn Fine Show
(Vicky 2075)


Zur Aufmachung:
Die Covergestaltung wäre eigentlich recht ansprechend und das Live-Foto ist auch passend für die Aufnahmen. Allerdings harmonieren Bild und Konzert nicht gerade miteinander. Eine 1975er Show und dazu nur Bilder von 1977. Sowas sollte nicht der Fall sein, hier ist es leider so. Gerade bei Elvis gibt´s doch tausende Fotos, wenn schon nicht aus dem zu hörenden Konzert, so sollte es doch wenigstens aus der Tour, oder wenn schon dann vom jeweiligen Jahr stammen. Die Fotos hinten und innen sind alle aus 1977. Aber die Bilder selber sind sehr schön.
Beurteilung der CD - Gestaltung:***

Zum Inhalt:
Es ist die Show vom 25.04.1975 im Veterans Memorial Coliseum von Jacksonville/Florida. Der große Minuspunkt ist leider der fehlende Eröffnungsblock, aber noch schmerzlicher ist, dass auch einige Songs am Ende fehlen, darunter Heartbreakt Hotel oder That´s All Right,Mama. Die fehlenden Teile wurden leider damals schon nicht aufgenommen. Aber die Show ist wie wir am Titel lesen können "eine verdammt feine Show". Das stimmt größtenteils. Das Jahr 1975 hat ja in Summe gesehen sehr viele gute Shows hervorgebracht, Elvis hat alles gegeben. Alles in allem eine tolle Songlist auf dieser CD.
Beurteilung von Elvis´Darbietung: *****+

Zur Soundqualität:
Es liegt uns hier eine Soundboard-Aufnahme vor, sie ist sehr gut. Kleine Mängel sind vorhanden, aber nicht so nennenswert.
Was diese Seite der Cd betrifft kann man sie bedenkenlos kaufen. Sie reiht sich nahtlos in die positiven Sound-Schnäppchen ein.
Beurteilung der Soundqualität: *****+

Details zum Inhalt:
Wenn man die Cd anhört und die Tracklist auf dem Cover liest, stellt man gleich mal fest, dass da erfreulicherweise "gelogen" wurde. Das erste, was man von Elvis hört, ist ein "Good Evening Ladies And Gentlemen, My Name Is Wayne Newton". Danach foppt er die Zuseher indem er sagt: "Es ist schön hier zu sein in Tampa, oh sorry in Jacksonville" fügt er gleich an und erklärt er habe nur gescherzt. Der erste Song ist "Love Me". Der fehlt auch gleich auf der Songlist, aber das ist ein positiver Fehler. Die zu hörende Fassung ist nett, keine Übertreibung, kann man sich schon gut anhören. Jetzt geht´s weiter wie auf den Tracklist angekündigt (nachdem Elvis noch mit Fans herumspielt), es ist "If You Love Me Let Me Know", was wir uns anhören können. Und das tut man gerne, weil es eine solide Interpretation ist. "You Don´t Have To Say You Love Me" heißt die freudige Überraschung die folgt. Eine 1975er Tourversion und eine schöne dazu. Sowas ist Grund genug, sich zu freuen. Die Freude hält gleich noch viel länger an oder wird sogar noch größer, es geht in diesem Stil weiter. Eine klasse "Big Boss Man" Version kommt einem ans Ohr, und als wäre man nicht bereits genug beschenkt worden, gibt´s gleich eine "Draufgabe" in Form einer Live-Tour-Version von "It´s Midnight" vom Frühjahr 1975. "Mann oh Mann
" denkt man noch und kann die Freude nicht fassen über Elvis faszinierende Vorträge, da schießen einem auch schon die rockigen Klänge von "Burning Love" ins Ohr. Das war ja als Live-Vortrag in 1975 eine hervorragende Sache, so auch heute. Eine glanzvolle Performance.
Die Bandvorstellung steht an, Elvis fliegen dabei die Späße nur so von den Lippen. "Ich bring J.D. gleich groß raus....diesen ganzen Weg raus". Da kann man gut mitlachen. Mit Kathy hat er auch einiges vor. Sie muss nach vorne und einem männlichen Besucher einen Schal geben um dafür einen Kuss zu bekommen. "Gibt es dafür einen Freiwilligen? Komm her Kathy, komm her Frau" und so geht das noch weiter. Ronnie legt ein famoses Drum-Solo hin, aber auch die anderen Solis sind natürlich eine Würze fürs Ohr. Man will es kaum glauben: Soviele neuere und nicht ständig vorgetragene Songs geboten zu bekommen, und eigentlich denkt man, Elvis wird allmählich Müde durch seine kraftvollen Vorträge. Doch weit getäuscht. Der Spaß geht weiter. Es folgt "My Boy" - traumhaft. Eine extrem frühe Version von "T.R.O.U.B.L.E" steht auf dem Programm. Elvis ist gut dabei, hört man gerne, leichte Textunsicherheiten überspielt er einfach ohne den Faden zu verlieren. "Der nächste Song ist vom Aloh Special" kündigt Elvis "I´ll Remember You" an. Es ist eine Gelegenheit, sich zu erholen und Luft zu tanken (zwischendurch im Song unterbricht er auch mal kurz), denn schon danach ist wieder mehr Power im Spiel. Es kommt eine durchschnittliche Fassung von "Let Me Be There". Ein weiteres Highlight hat er noch auf Lager: "An American Trilogy" wird von ihm in wunderbarer Weise vorgetragen. Und der letzte Song auf dem leider unvollständigen Tape den wir auch auf dieser CD zu hören kriegen, ist "Funny How Time Slips Away". Bevor er damit beginnt meint er noch an die Zuseher gerrichtet "Vielen Dank, ihr seid ein gutes Publikum" und schon sind wir in den ersten Takten vom letzten Song. Schade.

Gesamtbewertung dieser Veröffentlichung:
Man kann die Aufnahme auch auf der Doppel-CD "We´ll Make You Happy" finden, wenn man die besitzen sollte, reicht das eigentlich. Aber wer dort nicht zuschlagen konnte oder wollte, der sollte nicht zögern, und sich die hier vorliegende schnappen, wenn er an das Teil rankommen kann. In der Sammlung ein schönes Stück, sehr gute Show, die man bestimmt nicht mit einem einzigen Anhören abhackt. Kauf wird empfohlen.
Gesamturteil: *****+

 

A Moment To Remember

         

Tracklist:

2001Theme 
CC Rider 
Proud Mary 
Never Been To Spain 
You’ve Lost That Lovin’ Feeling 
Polk Salad Annie 
Love Me 
Blue Suede Shoes 
Teddy Bear / Don’t Be Cruel 
Little Sister / Get Back 
Hound Dog 
Big Hunk O’ Love 
My Way 
Suspicious Minds 
Introductions 
What Now My Love 
American Trilogy 
Can’t Help Falling In Love 
Closing Theme

A Moment To Remember
(keine Angaben über Herkunft)


Zur Aufmachung:
Der Titel A Moment To Remember kann mit Sicherheit nicht auf die Aufmachung bezogen sein, ganz im Gegenteil - man möchte sie am liebsten so schnell wie möglich vergessen.
Alle Bilder (Frontcover, Innenseiten, Backcover und CD selbst) sind von furchtbarer Qualität, eine grausige Farbe und von Schärfe keine Spur. Sehen aus als wurden sie aus dem Internet genommen und vergrößert, einfach schlimm und jeder kann sich zuhause ein schöneres Cover machen. Es gibt auch keinerlei Informationen im Booklet, auch am Text hat man gespart.
Das aufklappbare Frontcover hat innen über beide Seiten ein s/w Bild, ein Mini-Poster sozusagen.
Das Back-Cover zeigt die Ankündigung vom Hilton Hotel mit der großen ELVIS-Schrift darauf, darunter dann noch ganz schlicht die Tracklist der CD,
Beurteilung der CD - Gestaltung:**

Zum Inhalt:
Ein Auftritt aus dem Summer Festival 1972, genauer die Dinner Show vom 6. August 1972 ist es was wir auf dieser CD hören können. Die Show dürfte fast vollständig drauf sein, vermerkt ist am Cover "incomplete" bei den Introductions, da kann aber nur sehr wenig sein was da fehlt - vorgestellt wird jeder von Elvis.
Was Elvis angeht, kann man nur sagen es handelt sich um eine Top-Performance, ganz große Leistung. Es scheint als habe er alles in seine Musik gelegt und dafür auf die ausschweifenden Gespräche mit den Fans verzichtet. Tatsächlich war es zu dieser Zeit aber ganz normal, Elvis war sehr wortkarg in diesen Tagen und machte kaum mal eine Bemerkung zwischen den Songs.
Ein wenig vermisst man diese Wohnzimmer Atmosphäre, etwas mehr Talk mit den Leuten wäre auch schön gewesen, in späteren Jahren wäre es oft umgekehrt besser gewesen.
Egal, wie und warum auch immer er nur wenig gesprochen hat, seinen Vorträgen scheint dies gutgetan zu haben, durchgehend eine erstklassige Show.
.Beurteilung von Elvis´ Darbietung: *****

Zur Soundqualität:
Hat man den ersten Schock wegen der Aufmachung langsam verdaut, folgt die nächste Enttäuschung. Der Sound ist leider auch nicht als besonders erfreulich einzustufen, bestenfalls durchschnitt. Das ganze wirkt etwas dumpf, von glasklar kann keine Rede sein. Die Songs sind einigermaßen hörbar, aber wenn Elvis mal redet ist das nicht immer einfach zu verstehen.
Ob das nun das Beste war was man herausholen konnte, oder ob man sich diese Mühe erst gar nicht gemacht hat ist unklar, jegliche Infos darüber fehlen auf dem Cover.
Beurteilung der Soundqualität: **+

Details zum Inhalt:
Es ist dies eine ganz normale Standart-Show vom Sommer 1972 was die Songauswahl betrifft, nichts was selten oder gar rar wäre. Trotzdem hört man jeden Song als Highlight weil Elvis kraftvolle Darbietungen erst gar keine Langeweile aufkommen lassen.
Begonnen hat Elvis seinen Part der Show mit See See Rider, gefolgt von Proud Mary und Never Been To Spain. Bei You´ve Lost That Lovin´ Feeling spürt man immer noch Elvis´ Begeisterung, obwohl schon unzählige Male seit 2 Jahren vorgetragen. Polk Salad Annie ohne die gesprochene Einleitung, aber sehr rockig. Was jetzt folgt ist ein langer Oldie Block aus 6 Liedern, Little Sister in dieser Zeit noch als Medley mit Get Back. Vor Hound Dog kommt sein wohl längster Monolog der Show, er erzählt über seinen Auftritt bei Sullivan. Damals noch sehr neu war der erste Song nach dem Oldie-Block, My Way. Elvis´ großer Hit aus dem Jahr 1969 ist an der Reihe und er bringt mit einer kleinen  Textänderung das Publikum kurz mal zum lachen. Der Song heißt Suspicious Minds, die Textänderung "i hope this pants don´t tear up, baby", bezogen auf den zweiteiligen Anzug den er getragen hat.
Die Bandvorstellung geht ruck-zuck vorüber, kein einziger Witz dabei. Jeder wird beim Namen genannt und das war´s. Bevor die Show vorbei ist, gibt´s noch zwei aktuellere Nummern, das sind ein klasse What Now My Love und An American Trilogy. Natürlich fehlt auch hier nicht der obligatorische Schlusssong - Can´t Help Falling In Love / Closing Vamp und schon ist alles zu Ende. Kurze, aber kraftvolle Shows waren das damals.

Gesamtbewertung dieser Veröffentlichung:
Jeder für den das Cover bzw. die gesamte Gestaltung genauso viel zählt wie die Show selbst, der soll erst gar kein Auge auf diese Veröffentlichung richten.
Erprobte Audience Fans können auch mit diesem Mittschnitt gut leben, für Audience- Anfänger ist das nicht die Ideale Einstiegs-CD.
Aussprechen kann man nur eine bedingte Kaufempfehlung, nämlich dann wenn sie sehr günstig zu haben wäre.
Gesamturteil: ***

 

All Things Are Possible

         

Tracklist:
 
Also Sprach Zarathustra
That's All Right
You Don't Have To Say You Love Me
Love Me Tender
There Goes My Everything
Sweet Caroline
You've Lost That Lovin' Feelin'
Polk Salad Annie
Only Believe
How Great Thou Art
Introductions
Johnny B. Goode
The Wonder Of You
Something
Make The World Go Away
Love Me
One Night
Blue Suede Shoes
Hound Dog
*Mystery Train/Tiger Man
*Love Me Tender
*Can't Help Falling In Love
 
 
All Things Are Possible
(Diamond Anniversary Editions DAE 3595-4)


Zur Aufmachung:
Wer gerne mal ein spitzenmäßiges Cover sehen will, der sollte mal dieses in die Hand nehmen und sich das genauer ansehen. Der erste Eindruck ist schon gewaltig: starke Farben und tolle Bilder. Aber es kommt noch besser. Die Fotos (Live-Bilder) stammen tatsächlich aus Las Vegas 1971 und sind einfach Famous. Die Ausgabe würde mancher schon alleine wegen dem Cover kaufen, und das wäre sogar gerechtfertigt. Innen gibt´s als Abrundung noch Zeitungsberichte vom 27.1. und 31.1.71 aus Vegas-Zeitungen. Perfekt ist das passende Wort um es zu beschreiben.
Beurteilung der CD - Gestaltung:******

Zum Inhalt:
Wir haben ja leider seitens RCA nichts von Elvis Auftritten vom Jahr 1971 zu hören bekommen. Man hatte irgendwie den Eindruck, RCA steht Elvis 1971 feindlich gegenüber - oder waren seine Auftritte so schlecht? Nein, keineswegs waren die schlecht. Sie waren auf dem selben Level wie wir das aus TTWII kennen. Das Engagement nur Monate vor diesem auf dieser CD. Endlich nahmen sich die Bootleger diesem Thema an und DAE bringt uns hier eine Hammershow in jeder Hinsicht. Es ist die Midnight Show vom 27.01.1971 die sie uns vorsetzen. Sie wurde leider nicht komplett aufgenommen und deshalb hat man als Ergänzung noch drei Titel von der Opening Night einen Tag zuvor auf die Scheibe draufgepackt. Elvis ist unschlagbar und so kommt es zu hervorragenden Versionen der zu hörenden Songs. Die Songauswahl lässt keine Wünsche offen, ein seltener Genuss.
Beurteilung von Elvis´Darbietung: ******

Zur Soundqualität:
Wo DAE draufsteht, ist Qualität drin. So könnte man jede Veröffentlichung von diesem Label grob umreißen und würde absolut richtig liegen. Es gibt nicht viel zu überlegen, wenn man die Chance hat, eine DAE Ausgabe kaufen zu können. Als Fehlkauf wird sich nichts von denen herausstellen. Betreffend der vorliegenden CD kann man ebenfalls mit der Tonqualität voll zufrieden sein. Eine starke Soundboard-Aufnahme liegt uns hier vor.
Beurteilung der Soundqualität: ******

Details zum Inhalt:
Glücklicherweise beginnt die Aufnahme mit dem "2001 Thema". Das erste, was man von Elvis zu hören bekommt, ist ein brutal fetzendes "That´s All Right ,Mama". Das macht schon große Hoffnung auf die restlichen Titel, bei dem wilden Beginn ist einiges zu erwarten. Sofort beginnt Elvis mit "You Don´t Have To Say You Love Me", einfach zuhören und aufsaugen, tolle Darbietung.
"Love Me Tender" ist nicht ganz so ernst, einige Textänderungen gehören hier einfach dazu. Im Anschluss wird´s aber wirklich ernst und ein erstes Highlight kommt auf uns zu. Elvis sagt er habe ein Country Album draußen, und daraus würde er gerne ein Lied singen. Gott sei Dank hat er seine Auswahl auf "There Goes My Everything" festgelegt. Selten live zu hören und erst recht in einer so tollen Fassung. Ronnie Tutt scheint mitten im Song mit anderem beschäftigt zu sein, Elvis ruft ihm zu "Hey schau auf mich Tutt". Ein Traum, solche Dinge zu hören, zeigt auch wie konzentriert Elvis war. Man fragt sich ob er das in dieser Show noch überbieten kann. Ja, das kann er!!! Etwas später kommen wir dazu. Erstmal ist "Sweet Caroline" dran. Das kommt nicht ganz an die Versionen heran, die er davon im letzten Jahr brachte. Dennoch sehr gut. Und jetzt höre man sich den Anfang zu "You´ve Lost That Lovin´Feelin´" an - WOW, dieses "tschgatschgatschgawowow", das man drei mal hört, es ist wohl von Elvis ein Hammer. Eine beinahe überirdische Leistung legt er in dieses Lied. Doch "Polk Salad Annie" setzt dem fast noch eins drauf. Die gesprochene Einleitung ist nicht mehr dabei, aber Elvis feuert seine Leute immer wieder an, "Spiel den Bass Jerry" hört man ihn, und dauernd seine Schreie, ein Wahnsinn - er ist "At His Best". Nach dem Ende folgt erst für einige Sekunden eine Pause, dazu gibts leichte Klänge von der Band. Schnell ist er aber wieder bei Kraft und mit zwei Worten kündigt er den nächsten Programmpunkt an, und macht uns damit eine unermessliche Freude. Er sagt "Only Believe", das ist es was das Herz in die Höhe treibt. Wird er das wirklich singen? Ja, ohne weiteres Zögern fängt er an und bringt es einfach umwerfend und unvergesslich. Übrigens kommt daher auch der Titel der CD, "All Things Are Possible" ist eine Textzeile daraus. Anschließend erzählt er, dass er nun einen Gospelsong bringen will für den er den Grammy gewonnen hat. Damit ist für uns klar was jetzt kommt. Es ist "How Great Thou Art", sogar mit einem Abbruch gleich nach wenigen Takten, und im ersten Drittel hat er immer wieder Kommentare abzugeben und sogar ein Lacher kommt ihm heraus. Aber ungefähr ab der Mitte ist er mit dem Song verschmolzen. Zeit für die "Band Introduction". Nichts daraus muss man wirklich hervorheben, nur ein paar kleine Scherze mit Tutt-Scheff. Oh,oh was ist jetzt los? Elvis rockt das Hotel mit "Johnny B.Goode" dem Erdboden gleich, pures Dynamit. "Im letzten Jahr hatte ich eine Aufnahme draussen  die  sehr gut für mich lief!" So kündigt er "The Wonder Of You" an. Merkwürdige Version das Ganze, ausgesprochen kurz, nur die erste Strophe und ein Instrumental plus Refrain, schon ist es vorbei. Wir hören dann eine Version des Beatles Songs "Something". Der wiederum ist außergeöhnlich schön. Am Ende lobt er noch Kathy "wirklich sehr schön  Kathy" sagt er und meint damit ihre Stimme im letzten Song. Nochmal steigt er kurz ein und auch Kathy, zur Demonstration was er gemeint hat.
Ein Highlight der CD schließt sich an: von "Make The World Go Away" ist die Rede. Huh, was für eine Nummer, ganz und gar traumhaft. "Ich möchte nun ein paar der Lieder singen die ich vor Jahren gemacht habe" hört man Elvis sagen, "alle 480" fügt er noch an und schon sind wir im 50´s Block bei "Love Me", allerdings in einer sehr ansprechenden Version, keinerlei herunterleiern wie er es in einigen Jahren leider machen wird. "One Night", "Blue Suede Shoes" (wird vier mal gestartet) und "Hound Dog" bekommen wir auch noch zu hören. Alle in einer Performance, die noch nicht ahnen lässt, wie sich das später mal anhören wird. Hier sind wir beim Ende der Aufnahmen vom 27.01.2971. Mehr war auf dem Band nicht drauf. Sehr schade denn Elvis hat die Show mit "The Impossible Dream" abgeschlossen. Auch nicht gerade alltäglich. Doch wir bekommen ja noch die Bonustracks vom 26.01. zu hören. Da wäre gleich mal "Mystery Train / Tiger Man" an der Reihe, rasant und rockig wie wir sowas lieben. Er stellt sich dann als Johnny Cash vor und heißt die Zuseher willkommen in seiner Show im "New Frontier Hotel". Scheint ja recht locker drauf zu sein.
"Love Me Tender" dürfen wir zum zweiten Mal hören. Allerdings war die erste Version vom 27., diese vom 26.1. dem Tag zuvor. Um den Song zu beenden hat er noch eine schöne Textänderung parat. "My Darling I Love You Cause You Take The Pill" (mein Schatz ich liebe dich weil du die Pille nimmst).
Einige Worte über Hal Wallis, den Film-Produzenten spricht Elvis jetzt (Hal Wallis ist unter den Zuschauern) und findet so auch gleich eine passende Überleitung zu "Can´t Help Falling In Love". Er erwähnt, er hätte die in einem der von Wallis produzierten Filme gesungen. Als der Song aus ist, hört man noch die Klänge zu "Make The World Go Away". Aber Pech gehabt es wird nach wenigen Sekunden ausgeblendet.

Gesamtbewertung dieser Veröffentlichung:
Überhaupt kein Thema ist hier das Fazit. Kaufen, kaufen, kaufen, nur nicht liegenlassen, darüber würde man sich noch lange ärgern müssen. Eine Veröffentlichung auf höchstem Niveau, muss in jeder Sammlung zu finden sein.
All diese Aussagen gelten sowohl für Sound, Gestaltung, sowie natürlich auch für Elvis´ unübertreffliche Leistung und dem einzigartigen Repertoire.
Zu vergleichen mit einem glitzernden Diamanten, das sollte alles sagen.
Gesamturteil: ******

 

America The Beautiful

                   

Tracklist:
 
Also Sprach Zarathustra
See See Rider
I Got A Woman/Amen
Love Me
If You Love Me
You Gave Me A Mountain
Jailhouse Rock
It's Now Or Never
All Shook Up
Teddy Bear/Don't Be Cruel
And I Love You So
Fever
America
Polk Salad Annie
Introductions
Early Morning Rain
What'd I Say
Johnny B. Goode
Love Letters
Hurt
Hound Dog (Tuscaloosa, August 30 1976)
Can't Help Falling In Love (Tuscaloosa, August 30 1976)
Closing Vamp (Tuscaloosa, August 30 1976)
 

America The Beautiful
(King Records 7696-2)

Zur Aufmachung:
Die Leute von King Records haben viel Liebe zum Detail bewiesen mit der Aufmachung dieser CD. An eine solche Gestaltung einer CD würde man sich gerne gewöhnen. Das Frontcover ziert ein Bild der Golden Gate Bridge, dazu ein Foto aus der zu hörenden Show mit einem lachenden Elvis, wirklich ein tolles Bild.
Im mehrseitigen Booklet sind einige hervorragende Nahaufnahmen von Elvis - ebenfalls aus dieser Show - im King Of Spades Suit zu sehen. Dies Bilder sind immer ganzseitig und herrlich scharf. Zum Abschluss dann alle nötigen Infos zur Show über die mitwirkenden Musiker, die Zuschauerzahl, die Ticketpreise, die Einnahmen und einiges mehr zu diesem Tag. Eine Flut an Informationen die nicht alltäglich ist bei den Cd´s die erscheinen. Das Backcover ziert auch wieder ein lachender Elvis, natürlich wieder vom Tag der zu hörenden Show, dazu die Tracklist und Erklärungen dazu. Auch die Cd selbst ist sehr schön, auch wieder mit einem Bild von Elvis, eine 1 A Aufmachung auf der ganzen Linie.
Beurteilung der CD - Gestaltung:******

Zum Inhalt:
Es ist das Konzert vom 28.11.1976 im Cow Palace von San Francisco, das wir hier hören können. Elvis war in jener Zeit ja wieder in einer ansteigenden Form, mit dem Höhepunkt zu Silvester 1976 in Pittsburgh. So ist auch diese Show eine der besseren des Jahres 1976. Ein Wehrmutstropfen ist die Tatsache, dass das Konzert nicht komplett ist, bzw. die Songs "Hound Dog" und "Can´t Help Falling In Love" nicht aufgenommen wurden und durch Versionen vom 30.081976 ersetzt wurden. Der "Hawaiian Wedding Song", "Blue Christmas" und "That´s All ´Right" aus dieser Show fehlen sogar komplett. Bei "And I Love You So" fehlt die erste Strophe.
Beurteilung von Elvis´Darbietung: *****

Zur Soundqualität:
"From The Master Tapes / Digitally Remastered / Stereo" kann man auf der Coverrückseite lesen, also ein Soundboard-Aufnahme die man direkt vom Masterband abgenommen hat.
Die Klangqualität ist etwas schlechter als bei vielen anderen Mischpultaufnahmen, aber durchaus noch als sehr gut zu bezeichnen.
Beurteilung der Soundqualität: *****

Details zum Inhalt:
Wir finden hier keine raren oder selten gesungene Titel, aber Elvis ist gut drauf, plaudert gerne zwischen den Songs und bringt aus sehr anständige Fassungen der zu hörenden Songs.
Das Konzert beginnt mit "Also Sprach Zarathustra", daran schliesst sich der schon zur Gewohnheit gewordene Eröffnungsblock von "See See Rider", "I Got A Woman/Amen" und "Love Me" an. Von den nicht so ernsthaft vorgetragenen Oldies haben wir auf dieser CD Titel wie "Jailhouse Rock", "All Shook Up", "Teddy Bear/Don´t Be Cruel" und "Houng Dog". Zu den besten Songs und Highlights der Show zählen "It´s Now Or Never" (ohne Sherill Nielsen am Anfang), ein mit Power beladenes "Polk Salad Annie" und ein tolles "America the Beautiful". Elvis kündigt den Song an zum 200 jährigen Bestehen der USA und erwähnt vorher noch, dass er vor der Show ein Blumengesteck im  American Eagle Design von jemandem geschenkt bekam. Zu den "Introductions" singt Elvis "Early Morning Rain", "What´d I Say" (immer nur den Titel) und "Johnny B. Goode" (auch unbedeutend) und "Love Letters". Auch die einzelnen Solis der Musiker und des Orchesters (auch hier hört man Elvis bei "Hail Hail Rock´n Roll" mitsingen) fehlen nicht. "Unsere letzte Aufnahme nennt sich "Hurt" kündigt er den Titel an, der noch relativ neu ist und ebenfalls einer der besten Titel der CD. Die nachfolgenden Titel "Hound Dog" und "Can´t Help Falling In Love" hat man aus der Toscaloosa Show vom 30.08.1976 eingefügt um die Illusion der Vollständigkeit zu bieten. Die Show endet mit dem "Closing Vamp".

Gesamtbewertung dieser Veröffentlichung:
Eine hervorragende Aufmachung und eine Soundboardaufnahme eines der besseren 1976er Konzerte sind Grund genug sich diese Cd zu besorgen.
Das Manko der CD sind die fehlenden Teile aus dem Konzert, aber wenn das damals nicht mitgeschnitten wurde, so trifft auch die Macher der CD keine Schuld. Sie haben jedenfalls gute Arbeit geleistet und ein Produkt auf den Markt geworfen, das man empfehlen kann.
Gesamturteil: *****

 

Aztec King

         

Tracklist:

Also Sprach Zarathustra
See See Rider
I Got A Woman/Amen
Love Me
If You Love Me
And I Love You So
Big Boss Man
It's Midnight
Burning Love
Fairytale
Band Intro
Instrumental Solos
School Days
My Boy
Help Me
Let Me Be There
Until It's Time For You To Go
The Lords Prayer (excerpts)
Heartbreak Hotel
Hound Dog
Bridge Over Troubled Water
Can't Help Falling In Love


Bonus:
Trouble/Raised On Rock
San Antonio Rose (excerpts)
I, John
I'm Leavin' It All Up To You
Roses Are Red (excerpts)
You'll Never Walk Alone
Memphis, Tennessee

Aztec King
(Memory Records CD-MR 2032-2)


Zur Aufmachung:
Eine weitere CD aus dem Hause Memory. Die Gestaltung ist, sowohl auf dem aufklappbaren Cover, sowie dem Backcover und der CD (Picture CD), ganz in schwarz gehalten, sieht nicht sehr ansprechend aus. Das Frontcover ziert ein großes Bild von Elvis im "Aztec" und drei kleinere Bilder in Kreisform, leider viel zu klein.
Klappt man das Cover auf, findet man noch einige mehr solche Fotos in Kreisform. Aber alle sind einfach zu klein, um wirklich die ganze Herrlichkeit, die sie besitzen, auch auszustrahlen. Hinten am Klappcover wird Werbung für das Buch "Raised On Rock" gemacht und auch sind wieder einige Fotos daraus abgebildet. Das Inlay ziert ein schönes Bühnenbild. Diesmal auch schön groß. Ebenso gibt es noch ein Bild auf dem Backcover, zusammen mit der Titelauflistung und den Daten zur Show. Innen kann man auch noch die Erinnerungen einer Sandi H. Pichon lesen, sie hat einige Shows aus dieser Konzertreihe in Las Vegas besucht. Alles in allem ist die Aufmachung nur als zufriedenstellend zu bewerten.
Beurteilung der CD - Gestaltung:***+

Zum Inhalt:
Memory hat die Midnight Show vom 27.03.1975 aus Las Vegas auf diese Scheibe gepresst. Elvis hat seine Songauswahl um einiges interessanter gestaltet als dies sonst oft der Fall war. So gibt es auch einige wunderbare Stücke, die nicht so oft den Weg auf die Bühne schafften. Obwohl er nicht in seiner besten gesundheitlichen Verfassung war, kann man dies an seiner Arbeit nicht bemerken. Es ist eine gelungene Show, sie liegt unbestritten in der oberen Hälfte, wenn man alle Shows nach gut und schlecht unterteilen würde.
Zusätzlich gibt es noch einige rare Songs aus anderen Auftritten als Bonus. Für den Live Sammler eine willkommene Wahl.
Beurteilung von Elvis´Darbietung: *****

Zur Soundqualität:
Das Konzert liegt uns hier leider nur als Audience Recording vor, ebenfalls sind die Bonus-Tracks allesamt nur Audience Aufnahmen. Vom Memory Team wurde alles bearbeitet und auf den bestmöglichen Stand gebracht, der damals möglich war (erschienen ist die CD übrigens im Jahr 2003). Kein Hörgenuss, dennoch aber wird sie nicht nach dem ersten Anhören für immer verstauben.
Die Bonussongs weisen teilweise leider eine noch schlechtere Qualität (liegt aber an den Aufnahmen) auf als die Hauptshow auf dieser CD.
Beurteilung der Soundqualität: ***

Details zum Inhalt:
Elvis gibt sich viel Mühe in diesem Vegas Engagement, um seine Zuhörer gut zu unterhalten. Er trägt viele Songs toll vor und ist sehr gesprächig, albert gerne herum und trotzdem leiden die Vorträge in keiner Weise an seinen Scherzen.
Das ganze Konzert ist durchzogen von einer spannenden Songauswahl und man ist nach jedem Titel voller Erwartung auf den nächsten. Und Elvis füllt mit gekonnten Vorträgen alle Erwartungen voll aus. Man wünscht sich die ganze Zeit, dies in klarer Soundqualität hören zu können. Der Anfangsteil ist noch ungewöhnlich und gleicht dem vieler anderer Shows, doch der Mittelteil ist fast nur mit aktuellem Material gefüllt. Man bekommt Hammerversionen von Songs wie "And I Love You So", "Big Boss Man", "It´s Midnight", "Burning Love", "My Boy", "Help Me" und "Let Me Be There" zu hören. Bevor Elvis sich an "Heartbreak Hotel" heranmacht, singt er noch kurz "The Lord´s Prayer" an.
Die nach dem Konzert noch angefügten Bonussongs sind zwar nicht neu, aber dafür Titel, die Elvis nur ein- oder einige Male live vor Publikum brachte und mancher hat sie noch nicht in seiner Sammlung.

Gesamtbewertung dieser Veröffentlichung:
Leute, die mit Audience Recordings nichts im Sinn haben, können gleich daran vorbeigehen. Der Sammler braucht sie so oder so, und wer einfach eine gute Show hören will oder Elvis mal Songs singen hören will, die nicht auf jeder CD zu finden sind, ja, der kann sich auch diese CD ruhig zulegen, wenn er an die Qualität keine besonders hohen Ansprüche stellt. Bekommt man sie zu einem guten Preis, sollte man sie doch mitnehmen.
Gesamturteil: ****

 

Back At The Falls

         

Tracklist:

Also Sprach Zarathustra
See See Rider
I Got A Woman/Amen
Love Me
If You Love Me
Love Me Tender
All Shook Up
Teddy Bear/Don't Be Cruel
The Wonder Of You
Burning Love
Band introductions
Johnny B. Goode
School Days
T-R-O-U-B-L-E
Why Me, Lord?
How Great Thou Art
Let Me Be There
Heartbreak Hotel
Funny How Time Slips Away
Little Darlin'
Mystery Train/Tiger Man
Can't Help Falling In Love
Closing Vamp

Back At The Falls
(A JR Production JR 8/94)


Zur Aufmachung:
Eine gelungene Aufmachung springt einem gleich ins Auge beim betrachten dieser CD. Tolle Fotos, leider nicht direkt aus der zu hörenden Show, sondern 3 Tage davor aufgenommen, aber ein minimaler und gänzlich unbedeutender Fehler. Das Einlageblatt vom Cover kann man aufklappen und findet dort noch mehr schöne Fotos. Das Foto das einem beim aufklappen der CD entgegenkommt, hätte mir als Frontcover noch besser gefallen, Elvis unglaublich schön im Profil. Das Backcover ist ebenfalls sehr gelungen, insgesamt sieht alles sehr professionell aus.
Beurteilung der CD - Gestaltung:*****+

Zum Inhalt:
Es ist dies das Evening Konzert (20´30 Uhr) vom 13.07.1975 im International Convention Center, Niagara Falls / New York. Elvis ist wieder mal in Höchstform -  war ja für 1975 nicht ungewöhnlich - und liefert eine perfekte Show ab. Man fängt an zu träumen und wünscht sich dabei gewesen zu sein.
Die Songs werden toll vorgetragen, die Show hat "drive" und Elvis liefert lockere Sprüche. Auch das Publikum ist voll bei der Sache. Leben müssen wir auch mit der Tatsache, dass die Aufnahme nicht komplett ist. Es sind zwei Schnitte zu vernehmen, glücklicherweise aber an nicht zu bedeutungsvollen Stellen. Zum einen bei der Bandvorstellung als Burton sein Johnny B.Goode Soli spielt (Band musste umgedreht werden), der andere vor Heartbreak Hotel. Es fehlt aber nicht sehr viel.
Beurteilung von Elvis´Darbietung: *****+

Zur Soundqualität:
Wir haben hier leider eine Publikumsaufnahme vorliegen (Audience Recording), aber die ist ohne Übertreibung als sehr gut zu deklarieren. Elvis ist prima zu hören, auch die Sprechpassagen sind ohne Probleme zu verstehen. Es macht einen heiden Spaß die Show zu hören. Die Qualität ist durchaus dazu angetan, die Show gut rüberkommen zu lassen.
Beurteilung der Soundqualität: ***

Details zum Inhalt:
Es erklingen die Töne zu "Also Sprach Zarathustra", ein erster Pluspunkt das auch dies vollständig enthalten ist. Unschwer zu erkennen ist, als Elvis die Bühne betritt beim Intro. Die Fans, welche um die Aufnahmequelle herumstanden, schreien begeistert auf und applaudieren. Das hört man bei Audience Recordings oft eindrucksvoller als bei manchen professionellen Aufnahmen. Elvis legt auch sofort los mit "See See Rider", ein rasanter und fehlerfreier Einstieg in die Show. Es kommt das bekannte Well, Well Spiel, darauf folgt eine sehr ansprechende "I Got A Woman/Amen" Version. Hier kann man besonders gut erahnen, wie J.D.Sumners Basstimme in der Halle wirkte, er scheint das Gebäude zum vibrieren zu bringen, einfach fantastisch. Was wir dann hören, ist eine "Love Me" Darbietung, wie sie hundertfach der Fall war. Nun aber kommt Elvis mit "If You Love Me Ket Me Know", eine bodenständige und solide Interpretation. Man merkt, er mag den Song. Bei "Love Me Tender" dominiert wieder Elvis´ Vorliebe, sich mit den Fans zu vergnügen. Die Oldies "All Shook Up" und "Teddy Bear/Don´t Be Cruel" sind keine Meisterwerke, aber im grünen Bereich. Das anzuhören ist durchaus angenehm. Ein Song aus den frühen 70´s steht an. Gemeint ist "The Wonder Of You". Elvis hat ihn schon oft besser gesungen, ist etwas abgelenkt an manchen Stellen. Doch jetzt rockt er wie wir ihn lieben, er ist bei "Burning Love" angelangt. Eine Hammer Version. Man meint, in der Aloha Show zu sein, das Ende total energiegeladen und vor Power strotzend. Er stellt dann seine Bandmitglieder vor, wir bekommen Solis von Glen D.Hardin zu hören, dann der Schnitt, und weiter geht´s dann bei Charlie Hodge, gefolgt vom Soli des Guerico Orchester ohne Elvis Gesang.
"Unsere letzte Aufnahme" wie Elvis zu "T.R.O.U.B.L.E" bemerkt, und schon hören wir eine spitzenmäßige Version davon, rockt ohne Ende. Die Stamps werden aufgefordert, "Why Me Lord" zu singen, Elvis ist nur beim Refrain zu hören. Er versucht auch ständig J.D mit verstellter Stimme zum lachen zu bringen, doch der hält sich wacker. "Ich möchte eine Aufnahme von 1966 bringen", so deutet er dem Publikum an, dass er "How Great Thou Art" singen will. Eine atemberaubende Angelegenheit, fulminant wäre eine passende Beschreibung. Auch dieser Vortrag wäre für den Grammy geeignet gewesen. Und als wolle er beweisen, wozu er fähig ist, geht er von einem Gospel Song dieser Güte über in "Let Me Be There". Ebenfalls hervorragend gebracht. Da kommt der zweite Schnitt, der erneute Einstieg bringt uns direkt in den Song "Heartbreak Hotel". Elvis hätte gerne das Saallicht angeschaltet, aber es scheint nicht zu klappen. Er hat sich schon mehrfach über den Beleuchtungstechniker aufgeregt, weil dieser anscheinend nicht fähig ist, seine Wünsche auszuführen. Deshalb sein Kommentar "Können wir das Saallicht anmachen, íst das möglich? - "Vergiss es".  Elvis singt jetzt "Little Darlin´", unsinniger Song, und trotzdem ist er sehr gefällig, genau wie sein Vortrag.
Wir begeben uns zurück in das Sun Studio wo er einst dem Rock´n Roll Leben eingehaucht hat. Das bedeutet, es folgt "Mystery Train/Tiger Man". Ist als gelungen zu bezeichnen, sehr flott das Ganze. Schon kommt der letzte Song "Can´t Help Falling In Love" und ein wirklich hörenswertes Konzert ist zu Ende.
Auch der "Closing Vamp" ist noch drauf bevor die Aufnahme endet.

Gesamtbewertung dieser Veröffentlichung:
Das Konzert an sich wäre ein Gewinn für sie Sammlung. Einzig der Aspekt, dass es sich um eine Publikumsaufnahme handelt, wird einige davon abschrecken, diese CD zu kaufen. Aber wie beschrieben kann man mit einer Cd dieser Qualität durchaus Freude verspüren beim anhören. Die Fans von Elvis-Konzerten werden nicht zögern, das Teil zu kaufen. Allen anderen sei gesagt, dass die besprochene CD zu den qualitativ besseren Audience Recordings gehört und durchaus der Kauf zu überlegen wäre.
Gesamturteil: ***+

 

Bilko`s Gold Cuts

         

Tracklist:

Fame And Fortune (Take 14)  
Shoppin' Around (Takes 9, 10)  
Working On The Building (Take 2)  
In Your Arms (Take 1)  
Little Sister (Take 6)  
Suspicion (Takes 3, 4)  
Gonna Get Back Home Somehow (Take 1) 
Blue River (Takes 1, 2)  
Wings Of An Angel (Jam)  
U.S. Male (Take 10)  
You'll Think Of Me (Take 7)  
Power Of My Love (False Starts, Take 1)  
Any Day Now (Take 2)  
Sweet Caroline (Las Vegas, NV February 23, 1970 C/S)  
When I'm Over You (June 7, 1970 - Long Version)  
That's All Right (Blues Version - July 15, 1970) 
Stranger In The Crowd (July 29, 1970)  
Polk A Little Sock Salad (August 10, 1970)  
I Just Can't Help Believin' (August 10, 1970)  
Never Been To Spain (Las Vegas, NV February 1972 - Exact Date Unknown)  
Johnny B. Goode (March 30, 1972)  
It's Over (Richmond, VA April 10, 1972)  
If You Don't Come Back (July 21, 1973)  
Promised Land (December 15, 1973)  
If You Talk In Your Sleep (Las Vegas, NV August 30, 1974 M/S)  
Moody Blue (February 4, 1976 - Long Version)

Bilko´s Gold Cuts
(Bilko 2000)


Zur Aufmachung:
Da die CD für Sammler kaum noch was neues zu bieten hat, ist bei dieser "Best Of" von Bilko das 12- seitige Booklet schon eher das Highlight. Viele tolle Fotos, wovon ein Teil als rar einzustufen ist, und ein Begleittext zum Inhalt, sowie einer Erklärung zur "Geburt" vom Lable Bilko, lassen einen (einigermaßen) milde urteilen über das Vorgehen der Bootleger,  jetzt auch schon "Best Of´s" zu veröffentlichen und uns so erneut das Geld aus der Tasche zu ziehen.
Ein schönes Foto vom jungen King auf "stechender" Hintergrundfarbe machen es schwer, der Versuchung sie zu bestellen, zu widerstehen. Das Inlay hat außer einer dunkelblauen leeren Fläche nichts zu bieten (wenigstens ein Foto hätte man noch hinzaubern können). Die Rückseite ist in dunkelrot gehalten und bringt uns neben der Songlist noch vier kleine Bilder.
Beurteilung der CD - Gestaltung:*****

Zum Inhalt:
Bilko hat hier, wie es bei einer "Best Of" üblich ist, die Highlights von früheren Veröffentlichungen zusammengetragen.
Geboten wird uns hier alles, was wir gerne hören: Studio- Proben- und auch Livematerial sind hier kombiniert untergebracht.
Damit auch der Fan nochmal zugreift, der alle Biklo´s schon hat, wurden noch drei unveröffentlichte Titel als Zugabe draufgepackt. Einige Songs fand man früher auf "More Pure Elvis" allerdings in falscher Wiedergabegeschwindigkeit. Das wurde hier korrigiert.
Allgemein kann man nur in den besten Worten über die zu hörenden Songs sprechen, wirklich eine feine Auswahl und eine CD die man immer wieder mal gerne aus dem Regal nimmt.
Tolle Outtakes und Live-Songs infizieren einen regelrecht mit dem Elvis-Virus.
Hören kann man auf dieser CD Songs ab der ersten "After-Army Session" bis zur vorletzten Session in Graceland, einzig die 50er Jahre sind nicht vertreten.
Beurteilung von Elvis´Darbietung: *****

Zur Soundqualität:
Die Soundqualität ist durchgehend als sehr zufriedenstellend einzuordnen. Aufgrund der Tatsache, dass hier Live- und Studiomaterial zu hören ist, wechselt auch die Qualität von gut bis sehr gut.
Die Studioaufnahmen sind größtenteils hervorragend, bei den Liveaufnahmen sind dagegen leichte Abstriche unumgänglich, aber es handelt sich bei jedem Live-Song um Aufnahmen vom Soundboard.
Beurteilung der Soundqualität: *****

Details zum Inhalt:
Die CD beginnt mit einem unveröffentlichten Take (14) von Fame And Fortune aus der Session vom März 1960. Richtig interessant wird´s dann für Leute, die noch keine ausgeprägte Bootlegsammlung besitzen, bei Track 9, wenn Elvis vor dem Take 10 von U.S.Male eine textlich "unsaubere" Version von The Prisoner´s Song (auch bekannt als Wings Of An Angel) zum Besten gibt, herrlich anzuhören. Power Of My Love beinhaltet noch einige Sekunden Studiotalk, der früher nicht dabei war. Vom 23.2.1970 aus der Closing-Show in Las Vegas kommt eine bisher unveröffentlichte Version von Sweet Caroline, sie ist ein absoluter Hörwurm. Eine tolle Sache ist auch That´s All Right als Bluesversion, stammt aus den TTWII Rehearsals vom 15.7.1970 in Culver City. Polk Salad Annie ist ebenfalls herausragend, Elvis lacht und scherzt ohne Ende.
Aus Las Vegas vom Februar 1972 kommt die dritte unveröffentlichte Zugabe der CD, eine einfühlsame Never Been To Spain-Version.
Anzumerken ist auch noch die "gewöhnungsbedürftige" Version von Promised Land, mit der Orgelbegleitung - wird nach mehrmaligen hören immer angenehmer finde ich.
Der letzte Song Moody Blue ist der Mastertake 10, doch hier in der viel längeren Fassung von 3:54 Minuten.

Gesamtbewertung dieser Veröffentlichung:
Wenn man bereits alle Bilko Veröffentlichungen besitzt, wird man überlegen müssen, ob die drei zusätzlich untergebrachten "neuen" Songs den Kauf lohnen, alles andere hat man sonst schon in der Sammlung. Allerdings spricht auch die gelungene Aufmachung eher dafür, das Geld herauszuholen, man ärgert sich ja doch über ein fehlendes Stück von dieser Qualität.
Ideal ist die CD für Einsteiger die in Sachen Bootlegs noch wenig oder keine großen Sprünge gemacht haben, für sie sicher eine mehr als begrüßenswerte Veröffentlichung.
Gesamturteil: ****

 

By Special Request! From Louisiana To Tennessee

         

Tracklist:

Love Me
If You Love Me
You Gave Me A Mountain
Jailhouse Rock
O Sole Mio/It's Now Or Never
Little Sister
Teddy Bear/Don't Be Cruel
And I Love You So
Fever
Love Me Tender
Hurt
Hound Dog
Danny Boy (S. Nielsen)
Walk With Me (S. Nielsen)
Blue Suede Shoes
Can't Help Falling In Love
Help Me (Undubbed master)
My Boy (Undubbed master)
Loving Arms (Undubbed master)
It's Midnight (Undubbed master)
If You Talk In Your Sleep (Undubbed master)
Thinking About You (Undubbed master)
Good Times Charlie's Got The Blues (Undubbed master)
Talk About The Good Times (Undubbed master)
Girl Of Mine (Undubbed master)

By Special Request! From Louisiana To Tennessee
(Rock Legends)


Zur Aufmachung:
Für eine Live-CD (wenn auch nur die halbe CD ein Live-Mittschnitt ist) ist die Aufmachung voll gelungen, sechs Bilder von Elvis, die alle recht schön sind. Er trägt den King Of Spades Jumpsuit und damit passen die Bilder auch noch zum Inhalt der Cd, bei dieser Show trug er nämlich genau diesen Suit.
Die Farben und Art der Schrift machen sich auch gut auf dem schwarzen Hintergrund, ein echter "Hingucker" ist dieses Cover.
Beurteilung der CD - Gestaltung:*****+

Zum Inhalt:
Der erste Teil der CD widmet sich dem Konzert vom 30.03.1977 in Alexandria, es war das letzte Konzert einer Tour. Elvis ist guter Stimmung und scheint Spaß an der Show zu haben. Er macht seine Arbeit auch sehr gut, seine Vorträge sind hörenswert, es mangelt allerdings an aktuellem Material. Die Oldies bilden den Hauptteil der Show. Zwei Songs werden von Sherill Nielsen gesungen.
Abstriche gibt es, weil die Aufnahme unvollständig ist. Es fehlt die Bandvorstellung und der Anfang der Show. Es beginnt mit Love Me, dafür sind vermutlich aber nicht die Hersteller verantwortlich, sondern es wurde wahrscheinlich nicht aufgenommen.
Der zweite Teil der CD soll laut Angabe auf dem Cover (Untertitel TRAX FROM STAX) undubbed und extendet alternate Versionen aus der Stax Session von 1973 beinhalten, dürfte aber ein übler Scherz seitens der Hersteller sein. Alternativ dürfte hier lediglich eine andere Abmischung an einigen Stellen sein, alles nur vorgetäuscht und ganz und gar nicht sensationell. Da hört man keine Unterschiede zu den Mastertakes, weil es auch die Master sind, nur eben verfälscht.
Beurteilung von Elvis´Darbietung im Konzert-Teil: *****
Beurteilung der Studio Songs: ***

Zur Soundqualität:
Beim Konzert handelt es sich um eine Soundboardaufnahme in sehr guter Qualität, da gibts absolut nichts zu meckern.
Was die Studio Songs betrifft, da kauft man sich besser eine original RCA CD. Dort ist der Sound optimal und die Songs unverfälscht.
Beurteilung der Soundqualität: *****+

Details zum Inhalt:
Die Songlist ist nicht wirklich berauschend. Elvis beschäftigt sich großteils mit seinen alten Hits. Dabei ist der erste, den wir hören, gleich eine typische Spät-Fassung von "Love Me". Noch nicht solange im Programm hat er seinen nächsten Titel, er macht mit "If You Love Me Let Me Know" weiter, wie gewohnt eine solide Performance. Ein erstes Highlight folgt nun mit einem starken Vortrag von "You Gave Me A Mountain" (mit Abbruch wegen Feedback), Elvis steckt alles, wozu er heute fähig ist, in diesen Song, herrlich anzuhören. Jetzt ist erstmal ein ausgiebiger Oldie-Block dran mit "Jailhouse Rock", "It´s Now Or Never" (dazu der ital. Part von Sherill), "Little Sister" und das "Teddy Bear/Don´t Be Cruel" Medley (hier bittet er den Sound Man zu sich weil anscheinend mit seinem Mikro was nicht stimmt), alle nicht spektakulär aber auch nicht verleiert. Aus der "Neuzeit" ist der folgende Song "And I Love You So", den würzt er mit einer Textänderung den Sound betreffend, es gibt einige Probleme mit Feedbacks während der Show. Auf einen aktuellen Titel folgen schon wieder zwei Oldies, "Fever" und "Love Me Tender" (letzterer ist 1977 aber schon selten zu hören gewesen). Ein kraftvolles Hurt schließt sich an, kann man auch als Highlight werten. Dafür geht es aber jetzt stark abwärts mit einer der glanzlosen "Hound Dog" Versionen. Nun macht Elvis Pause und Sherill Nielsen ist für zwei Nummern der Boss, bevor Elvis gleich den nächsten 50´s Song auspackt. Es ist "Blue Suede Shoes", auch nicht allzu oft vorgetragen im Jahr 1977. Das Letzte Lied steht schon in den Startlöchern, wie fast immer ist das "Can´t Help Falling In Love", und dann geht es mit dem "Closing Theme" unweigerlich ganz dem Ende zu.
Die Studiosongs bedürfen keiner weiteren Beschreibung, und sind das auch nicht wert. Besser man hätte sie einfach belassen wie sie waren wenn man sie schon hier auf dieser CD unterbringen will.

Gesamtbewertung dieser Veröffentlichung:
Trotz des negativen zweiten Teils mit den gefälschten (bzw. falsch angekündigten) Studiosongs, sollte diese CD einen Kauf wert sein, das Konzert von Elvis ist in Ordnung und für Live Fans ist sie sogar sehr zu empfehlen. Ein gutgelaunter Elvis bringt ( meistens) eine gelungene Show mit zwar wenig aufregenden Songs, aber er zeigt, wozu er noch fähig ist und spart nicht mit seinen Kräften.
Gesamturteil: *****