DRAGONHEART

Die CD beginnt sofort mit See See Rider, ohne Opening Vamp und Also sprach Zarathustra. Ist zwar schade, weil die Show nicht ganz komplett ist, aber das tut dieser grandiosen CD keinen Abbruch. Elvis ist in bester Laune und ziemlich redseelig. Nach dieser grandiosen Version von See See Rider geht es direkt weiter mit I Got A Woman / Amen. Eine durchschnittliche Version, die nicht weiter erwähnenswert ist. Wie so oft folgt jetzt Love Me, ebenfalls nichts weltbewegenes. Sofort folgt der nächste Oldie: Blue Suede Shoes. Irgendwie hat diese Version den gewissen Pepp, nicht so langweilig wie sonst so oft.

Nach einem kurzen Dialog zwischen Elvis und einem Gast folgt der Song, der im Moment aktuell ist. Die Rede ist von It's Midnight. Wunderschön vorgetragen, ohne Lacher oder dergleichen, einfach nur ein Fest für die Ohren.
Danach geht es weiter mit den Oldies. Big Boss Man, ein Song, den Elvis erst seit kurzem immer mal wieder im Programm hat, sogar bis ins Jahr 77. Fever ist an der Reihe, nachdem er zu Beginn des Song einen kleinen Monolog zu Ende gebracht hat. Wie immer schreien die weiblichen Konzertbesucher bei Elvis' rythmischen Bewegungen auf. Nichts neues, aber immer mal wieder interessant zu hören, wie die Frauen auf sowas reagiert haben. Sein erster Film hieß Love Me Tender und mit genau diesem Song geht es dann auch weiter in diesem langen Oldieblock, der keineswegs langweilig ist! Er singt jeden einzelnen Song mit richtig Power, und keinesfalls lustlos! Er sprüht vor Energie!  Hound Dog und Heartbreak Hotel schließen den Oldieblock, den man richtig gerne gehört hat!

Es folgt sogleich If You Love Me. Ein schöner Country Song, mit dem schon Olivia Newton John Erfolge feierte. Schön vorgetragen, einige Mal besser als die Versionen von 77! An ein paar Stellen lässt Elvis den Chor alleine singen, tut der ganzen Sache aber nicht wirklich weh. Bridge Over Troubled Water, ein absolut genialer Song von Simon & Garfunkel, folgt. Elvis sagt: ''I hope we can do a good version of 'Bridge over troubled water''. Und diese Version ist garantiert gut! Auf keinen Fall steht sie den Versionen von 1970 bzw. 1972 nach.

Die Intros Teil I folgen. Dabei spiel Glen Hardin Lawdy Miss Clawdy wozu Elvis dann auch den Text singt. Nicht schlecht, schnell und saubergesungen. Danach, wie kann es auch anders sein, folgen die Intros Teil II. Noch ein letzets mal geht es zurück in die fifties.  All Shook Up und das Medley Teddy Bear / Don't Be Cruel sind an der Reihe. Ausnahmsweise sind sie nicht ganz so lustlos vorgetragen wie in vielen anderen Konzerten.

Sofort folgt Let Me Be There. Erst seid Anfang des Jahres im Programm. Kraftvoll und sauber vorgetragen. Man merkt, dass Elvis heute sehr gut drauf ist und Spass an seiner Arbeit hat. Auch die ganzen Dialoge / Monologe zwischen einzelnen Songs bestätigen dies. Die Repries ist bei diesem Song schon zum Standard geworden. It's Now Or Never ist an der Reihe. Ziemlich neu im Programm. Diesen Song sang er nur 1974 und 1977 live on Stage. Diese Version ist nicht so kraftvoll wie einige von 1977, trotzdem schön zu hören, denn Elvis singt ihn wie immer mit viel Gefühl. Es folgt ein Song, der schon seit 1972 im Programm ist. Aber heute Abend verzaubert er uns mit einer der schönsten Versionen davon. Voller Elan sagt er den Song an: ''This Time You Gave Me A Mountain''. Eine wunderschöne Version, bei der er die Strophen spricht, nicht singt. Er schreit die Textzeilen richtig aus sich heraus. Wunderschön. Johnny B. Goode folgt. Allein dieser Song ist das Beste Beispiel dafür, dass Elvis vor Energei fast platzt. Er schreit zwischen den Strophen und mitten im Refrain lauter ''Go's'' und ''Yeah's'' aus sich heraus. Die beste Version die bisher veröffentlicht wurde, ohne Frage.

Elvis beginnt wieder einen Monolog und man hört niemanden aus dem Publikum reden, alle lauschen seinen Worten. Er spricht übrigens über seine Ringe. Danach singt er den Hawaiian Wedding Song. Nichts, was es schon mal in besserer Form gab. ''Let me tell you something, ladys and gentleman. We've never played here before and it has been an owner to play for you and ... you wanna hear Steamroller?''. Trotzdem er das Konzert gerade beenden wollte, beginnt er sofort mit dem Steamroller Blues. Eine grandiose Version. Ich kann es nur noch mal wiederholen. Ein Elvis in Höchstform!!!! Er schreit richtig ins Mikro. Das lässt den Song noch rockiger erscheinen. Einfach nur geil!!! Leider endet diese absolut powervolle und grandiose Show genau in diesem Moment. Can't Help Falling In Love, seit Jahren der Schlusssong der Elvis Presley Show schließt auch diese Show. Es folgen noch der Closing Vamp und die Announcements. Wovon ich aber nichts gehört habe...

Nein, an dieser Stelle ist die CD noch nicht zu Ende. Es geht weiter mit einem Song, der am 29.9.74 in Detroit aufgenommen wurde. Allright, Okay, You Win, ein kleiner Rocker. Elvis schreit gleich zu Beginn die Worte aus sich heraus. Vom 28.9.74 folgen noch  Blue Christmas und  Trying To Get To You. Hiernach ist aber auch diese grandiose Scheibe des FDT-Labels zu Ende.

Fabian Kühn (Athilla) 05/2005